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Hier findet ihr die aktuellen Kritiken. Einige davon sind auf Englisch verfasst, damit die Bands, die uns aus dem Ausland eine CD eingesandt haben, auch ihre Kritik lesen können.

Here you find the current reviews. Some of them are written in English, so that foreign bands that have sent us a CD can read their review.

Schaut mal auf die Interview Seite, hier findet Ihr ein AKTUELLES und meines Wissens nach WELTEXKLUSIVES Interview mit Ricky van Helden von ATTACK, für mich DER herausragende deutsche Metaller überhaupt.

Adramelch: "Irae melanox" (Warlord, 1988 / 1999, 8tr, 48min)

Mit italienischem Metal ist es ein bißchen wie mit italienischen Autos, wenige herausragende Perlen unter einer ganzen Menge Schrott. Hier stelle ich natürlich eher eine Perle, oder besser gesagt, DIE Perle italienischen Metals vor. Irae melanox ist ein Album, das im traditionellen Metal angesiedelt ist, sich aber einer weiteren Kategorisierung entzieht. Stellt Euch Manilla Road in bester Spiellaune mit einem wirklich guten Sänger vor. So in etwa jedenfalls. Es finden sich verträumte überlange Stücke ohne Kitsch mit viel echter Emotion. Die LP Version kostet mittlerweile ein halbes Durchschnittsgehalt, die CD ist noch regulär erhältlich und das mit nettem Textheft. Eine klare Kaufempfehlung für die Ewigkeit. (Dirk)

Adramelch: "Broken history" (Underground Symphony, 2005, 10tr, 51min)

Gebrochen haben sie Gott sei dank nicht, ich meine mit ihrer Bandvergangeheit. Und das ist auch gut so. Gebrochen haben aber Underground Symphony mit ihrer Tradition, nach guten Anfängen nur noch kitschigen Schrott zu produzieren. Hier liegt ein Hammer vor, der stilistisch und qualitativ an den 17 Jahre alten Vorgänger anschließen kann. Die Aufmachung ist labeltypisch gut gelungen, die Musik ist exakt die Fortsetzung des Juwels von 1988. Man tritt ja auch an den entscheidenden Positionen mit der gleichen Mannschaft an. Herausragend einmal mehr der eigenständige, erhabene Gesang, solltet Ihr einen Anspieltip brauchen: 'Ten wiles'! Das Album gab es vorher auch als Demo, das nicht ganz so druckvoll rüberkam, nur bei der Band zu bestellen war und eher der Komplettierung der Sammlung dient. RIESEN Kaufempfehlung. (Dirk)

Age of Evil: "Living a sick dream" (privat, 2007, 10tr, 53min)

Die 4 Jungs aus Arizona sind kaum dem Strampler entwachsen und bieten hier erstklassigen Powerthrash. Das Artwork ist zunächst mal wirklich sehr aufwändig gestaltet und passt gut zur Musik. Das Album enthät 8 Eigenkompositionen und 2 tracks von Tom Gattis. Die Musik ist am ehesten vergleichbar mit den besten Momenten von Testament oder alte Megadeth mit einem Schuß mehr Melodie. Die Gitarren braten satt, der Drumteppich ist dichter als ein persischer Seidenghom und der Gesang paßt sich gut ein, kann aber bestimmt auf den Folgewerken (ich hoffe sehr, es gibt welche) nachlegen. An der Einprägsamkeit kann man noch arbeiten, aber jeder Song ist hörenswert. Schön zu hören, daß der Metal doch nicht 'Lost in America' ist. Ihr könnt die CD direkt bei der Band bestellen, bestimmt auch mit Autogrammen. Unterstützt den Untergrund und ein paar Jahre später können auch Age of Evil einen Blecheimer mit Gummischlange für 80€ auf den Markt werfen. (Dirk)

Art of Fear: "Master of pain" (privat, 2004, 10tr, 42min)

So langsam entsteht auf unserer website der Eindruck, ich wäre ein besonderer Österreich-Fan, seid aber versichert, das bezieht sich NUR auf die Musik. Art of Fear sind nun schon seit den 90ern aktiv und begannen mal als Frickel-Thrash-Band. Das sind sie nun nicht mehr, sondern spielen porgressiv angehauchten Metal mit einem Schuss Härte. Das vorliegende Album ist meines Erachtens das beste der Band. Das Cover sind nach geröchelten Vocals aus, aber glücklicherweise weit gefehlt. Man orientiert sich an amerikanischen Metal-Bands, leider auch was die fehlenden Texte angeht. Alle Songs sind sehr eingängig, keine Musik zum Anschwitzen mit der Liebsten auf dem Sofa, aber guter harter echter Metal. Kaufempfehlung. (Dirk)

Art of Fear: "Facing hell" (Rebeat, 2007, 10tr, 41min)

Bei nem Majorlabel sind sie nicht gelandet, aber Artwork und das vorhandene Textheft sind schon mal ein guter Anfang. Die Produktion ist etwas druckloser ausgefallen, als auf der letzten Privatpressung. Ein erstes Indiz dafür, daß das Label wohl nicht börsennotiert ist. Musikalisch betritt man vom Vorgänger erfreulich gewohnte Pfade und hat an Komplexität zugelegt. Da wäre eine druckvollere Produktion das Sahnehäubchen gewesen. Wer mit Hades was anfangen kann oder neueren Megadeth, sollte zulangen. (Dirk)

Jeff Aug : “Living Room Sessions” (Brainstorm Music/Rough Trade; 15/46:04)

Jeff Aug ist ein versierter Gitarrist, der sich zumeist ausschließlich auf seine akustische Gitarre und Instrumentaltitel konzentriert. Demgemäß ist der Sound schon recht puristisch ausgefallen, sieht man einmal von Ausnahmen wie dem auch mit Schlagzeug untermalten „Hoedown On The Chicken Farm“ ab. Viele Titel sind recht kurz gehalten, so um die zwei Minuten. Die längsten Titel sind knapp über drei Minuten. Ich glaube aber, dass man das Album eher als Gesamtwerk betrachten und daher ganz durchhören sollte. So habe ich den Übergang vom ersten Titel „Boots On Fire“ zu dem folgenden „One Twenty“ als fließend empfunden. Beide Titel sind übrigens auch als Video im enhanced part enthalten. Jeff versteht es sowohl ordentlich und teilweise auch mal schnell die Akustische zu zupfen als auch mehr rhythmisch zu spielen, wie beispielsweise in „Louisiana Voodoo Boogie“ oder in „Chemical Funk“, wo die Gitarre auch als Percussion-Instrument dient, wenn Jeff mit der Hand auch im Rhythmus drauf schlägt. Das erinnert mich an Nuno Bettencourt von Extreme, der das ja beim Paradebeispiel „More Than Words“ ja weltweit einem Millionenpublikum demonstriert hat. Daneben sind auch ruhige Titel wie „September“ oder „Whenever It Comes“ vertreten, die hintereinander kommend eher zum Zuhören und Entspannen einladen. Insgesamt ein Album für (Akustik-)Gitarristen und Freunde von akustischen Gitarrenklängen. Interessierte sollten auch mal auf www.JeffAug.com schauen. Dort gibt es weitere Infos und man kann die bisherigen CD-Erscheinungen und Tabulaturen ordern. (Ralph)

Babylon (SLO): "A boh sa len diva" (Forza, 2005, 12tr, 41min)

Babylon kommen aus Slovenien und das ist sogar für meine Osteuropa-Sammlung eine Rarität. Die Band besteht aus gestandenen Musikern und hat ein Album mit grundsolidem Hardrock eingespielt. Wenn man es nicht besser wüßte,  würde man wetten, der Gesang ist italienisch. Rauh und melodisch, mit einem passenden Sänger, der mich am ehesten an die letzten Gotthard-Releases erinnert, also sehr empfehlenswert. Die Aufmachung ist professionell, die CD leider schwer zu kriegen, das Textheft für mich in diesem Fall entbehrlich, grundsätzlich aber lobenswert. Wenn Ihr sie mal auf einer Verkaufsliste findet: mitnehmen (Dirk)

Cornerstone : "Head Over Heels" (Atom Records/US-Import/Two Side Moon Promotions; 13/54:42)

Cornerstone sind eine österreichische Band mit Geschlechterparität (2 Frauen und 2 Männer sind am Werk) und deutscher Sängerin, die einen Plattenvertrag mit einer US-Plattenfirma hat. Das ist schon ungewöhnlich genug für den Anfang. Mit Hardrock oder Heavy Metal hat die Musik von Cornerstone so gut wie nichts gemeinsam. Das Info gibt als Stilrichtung denn auch Rock / Pop / Alternative und AOR an und nennt als musikalische Einflüsse die Beatles, The Police, R.E.M., Toto und Therapy?. Ich höre da auch noch Einflüsse aus dem Bereich des Independent Rock, was an anderer Stelle auch im Info erwähnt wird und dafür stehen ja auch mit R.E.M. und The Police zwei der Einflüsse Pate. Am deutlichsten passt sicher R.E.M., denn die Musik hat sowohl einige harte Momente, aber auch viele poppige Momente. Das liegt zum einen an den meist akustischen Gitarren mit clean gespielten Melodielinien von Gitarrist Stefan Wachelhofer und zum anderen am Gesang von Anja Schirmer, deren Stimme keine Rockröhre ist, aber gleichwohl kraftvoll ist. Vergleiche sind ja immer schwierig, aber als grobe Anhaltspunkte mögen Chrissie Hynde von den Pretenders oder Katharina Franck von den Rainbirds dienen. Komplettiert wird das Quartett durch Bassist Michael Wachelhofer und Schlagzeugerin Hannah Wachter. Selten sind verzerrte Gitarren am Start wie in "Leave" und dem AOR-verdächtigen "Ready To Go" oder dezenter im Opener "Something To Say". Dafür gibt es auch besinnliche Töne wie in der schönen, nur vom Piano untermalten Ballade "Crises" oder der nur von der akustischen Gitarre begleiteten Ballade "Stefania". Daneben finden sich Songs, die mehr in die Independent-Ecke passen mit den typischen cleanen, aber sehr melodiösen Gitarrenmelodien wie „Better Than You“ oder „I Can´t Even Say No“. Ein kleiner Hit ist mit dem recht flotten "Fade Away" auch am Start. Was auch positiv auffällt, ist der Hintergrundgesang, der eine schöne Anreicherung des Gesamtsounds darstellt. Wer auf Poprock mit weiblichem Gesang steht, der abseits des Mainstream wandelt, und wer auch gerne mal weniger harte Töne hört, der findet hier eine interessante Alternative. Am Ende des Albums finden sich noch zwei U.S. Radio Versionen von „Regret“ und „Fade Away“. Da könnt ihr euch dann aussuchen, welche Version euch mehr zusagt. Mehr Infos gibt es unter www.cornerstone.co.at. Kontaktieren könnt ihr die Band unter office@cornerstone.co.at. (Ralph)

English version:

Cornerstone is an Austrian band with sex-parity (2 women and 2 men are at work) and a German female singer, that has a record deal with an U.S.-record company. That already is sufficiently uncommon for the beginning. With Hardrock or Heavy Metal, the music of Cornerstone has as well as nothing in common. The info names the genre with Rock / Pop / Alternative and AOR and quotes influences of The Beatles, The Police, R.E.M., Toto und Therapy?. I also hear Influences from the independent music scene, which is also quoted somewhere else in the info sheet, and that also is what with R.E.M. and The Police two of the quoted influences stand for. What fits best may be R.E.M., because the music has few harder moments, but also many Pop sounds. One reason may be the mostly acoustic guitars with clean played melody-lines from Guitarist Stefan Wachelhofer and another reason may be the voice of Anja Schirmer, whose voice isn´t a rock voice at all, but strong yet. Though it is always difficult to compare voices I´d like to give you a hint by naming Chrissie Hynde of The Pretenders and Kaharina Franck of The Rainbirds. The quartet is completed by bass player Michael Wachelhofer and drummer Hannah Wachter. Distorted guitars are rarely delivered like in "Leave" and the AOR-like "Ready To Go" or more discreetly in the opening track "Something To Say." There are also contemplative sounds for it like in the beautiful ballad "Crises" with only piano instrumentation or the ballad "Stefania" only accompanied by the acoustic guitar. You also can find songs coming more in the direction of the independent rock scene with the typical clean but strong melodic guitar melodies like “Better Than You” or “I Can´t Even Say No”. A small hit is "Fade Away". What also positively attracts attention is the background vocals that represent an enrichment of the sound. Whoever likes pop rock with female vocals, that doesn´t follow the usual mainstream sound, and whoever likes to hear less rock tunes, finds an interesting alternative in Cornerstone. At the end o the album Cornerstone offer two U.S. radio versions of “Regret” and “Fade Away”, so you can choose which version you like most. More info you can get via www.cornerstone.co.at. You can contact the band by e-mail using office@cornerstone.co.at. (Ralph)

Crescent Shield : “The Stars Of Never Seen” (Cruz Del Sur Music/Alive; 9/49:00)

Dies ist nun der zweite Schlag der US-Combo nach dem überaus formidablen Einstand mit dem Debut „The Last Of My Kind“. Das hatte mir seinerzeit auch auf Anhieb gefallen. Merkwürdigerweise zündet der vorliegende Zweitling bei mir nicht mehr so direkt. Das will aber nichts heißen, denn manches Werk reift erst nach und nach mit jedem Hördurchlauf. Da erinnere ich mich doch heute noch daran, wie lange ich bei Metallica´s „Ride The Lightning“ gebraucht habe, um nach „Kill´em All“ den Zugang zu finden. Soll heißen: lasst euch nicht von meinem Ersteindruck verwirren, sondern hört selbst in das Werk rein, denn geboten wird nach wie vor starker US-Power Metal, der von der Truppe um Gitarrist Dan DeLucie (Ex-Destiny´s End) und Sänger Michael Grant (Ex-Onward) auf absolut hochqualitativen Niveau bei hervorragender Produktion dargeboten wird. Letzteres verwundert nicht, da Mix und Mastering auf das Konto von Bill Metoyer gehen. Im Info heißt es, dass die Songs progressiver seien, was ich durchaus bestätigen kann und was den weniger einfachen Zugang als beim Debutalbum erklären würde. Wer die Herkunftsbands der Beteiligten kennt und Fan der eingangs genannten Stilrichtung ist, der sollte ein Ohr riskieren. In jedem Fall lege dem geneigten Fan aber auch das Debutalbum ans Herz. (Ralph)

Dreamscape: "5th season" (Massacre, 2007, 10tr & 1 Vid, 65min)

Schlechte Musiker waren sie in ihrer Karriere noch nie, die Anspruchs Melodic Metaller aus dem Süden. Die holprig gewählte Bezeichnung macht aber auch klar, was Dreamscape meines Erachtens immer gefehlt hat: Emotion und Eingängigkeit. Doch das Problem ist gelöst. 2007 tönt mitreißender melodischer Hardrock aus den Boxen, die Songstrukturen sind nachvollziehbarer als zuvor und enthalten Ton gewordene Emotionen. Waren die vorigen Alben noch Klingeltöne für Physik- und Erdkundelehrer, sollte jetzt jeder Hardrockfan, der vor komplexen Songs, wie dem 15min Titeltrack nicht zurückschreckt, seine Freude an dem Album haben. Neben den Songstrukturen, die durch Hooklines Fahrt aufgenommen haben, gefällt mir auch der Gesang von Thomas Stoll besser. Weiter so, Hefte raus, Klassenarbeit. (Dirk)

Ecliptica "The awakening" (privat, 2007, 6tr, 33min)

Mal wieder eine gute Band aus Österreich, die Eure Aufmerksamkeit verdient. Die Band hat bestimmt schon mal was von Nightwish gehört und auch von Stratovarius. Aber eins vorweg: sie kopieren nichts, sondern eröffnen ihre eigene Ökonische. Es findet sich schöner melodischer, sphärischer Metal. Die Band verfügt über einen Sänger, der dem Strato-Shouter das Wasser reichen kann und einer Sängerin, die für opernhafte Parts zuständig sind. Im Gegensatz zu Nightwish und Co. werden die pompösen Elemente aber reduziert, davon profitieren die Songs für Metal-Heads gewaltig. Das Songwriting ist ausgefeilt, die CD wird öfter den Weg in euren Player finden, dicke Kaufempfehlung (Dirk)

Ecliptica: "Impetus" (privat, 2008, 10tr, 46min)

Ecliptica konnten noch ne Schüppe drauflegen. 10 Songs, davon war einer schon auf dem Vorgänger. Die Marschrichtung ist die gleiche geblieben, und das ist auch gut so. Ein Extralob geht an die Sängerin. Während Nightwish mir eigentlich immer auf die Nerven gingen, können Ecliptica mich begeistern, da das Songwriting wirklich gut ist und kein Schmalz aus den Boxen quillt. Die Aufmachung ist professionell und ein Plattenvertrag überfällig. Hallo Labels, falls ihr das hier lest, ruft mal die Band an, es wird sich lohnen!!! (Dirk)

Fearless: "Fearless" (D, Demo, 2002, 6tr, 32min)

Ich schreibe ja nie leichtfertig Verrisse über Privatpressungen, aber ich lasse Euch, liebe Leser, auch nicht gerne in das Messer einer konfusen Hardrock CD ohne Höhepunkte laufen, leider nix. (Dirk)

Fearless: "Don't stop the rocking" (D, privat, 2005, 11tr, 47min)

Fearless sind eine deutsche Band, die sich dem stadiontauglichen Hardrock verschrieben hat und dies mit vollmundigen Titeln à la 'Welcome to entertainment' unterstreicht. Leider erfordert diese Musikrichtung ein ausgesprochen einnehmendes Songwriting und einen powergeladenen Sänger. Beides vermisse ich hier eklatant. Oberstufenrock, schade. (Dirk)

Freestone : “The Temple Of Humanity ” (Pink Records/Two Side Moon Promotions/www.free-stone.org; 12/49:01)

Freestone is a band from the Netherlands and “The Temple Of Humanity” is a concept album about freemasonry. It is hard to describe the musical genre, but definitely this is progressive music. I wouldn´t go that far to say it´s progressive rock, because only few moments of this album are in the rock direction. But with a description like pop or soft rock the strong progressive music factor comes too short. Main man behind Freestone and composer/producer/guitarist/bassist/keyboarder is Harm Timmerman. Next comes singer Diederik Huisman, who has a clean and strong voice. In some moments it reminds me of the softer songs of Depeche Mode (!) with Martin Gore´s vocals like in the title track. This only underlines that there are also pop music influences in Freestone´s music. Further important for the sound of Freestone is Alex Simu, who plays saxophone and flutes. Especially the saxophone adds something to the music that reminds me constantly of such masterpieces like Pink Floyds “Us & Them” from “The Dark Side Of The Moon”. The clean picked guitar sometimes reminds me of Steve Rothery of Marillion. Then there are also piano and cello, which drives the sound more into the classical or jazz direction. On “Documentum Intellige” there is also a real choir, sounding like a chant in a church. Though there is only one faster song with the hit-like “Children Of The Widow” all the other soft and laid back tones are beautiful and very friendly to the ear. Whoever likes the softer moments of Pink Floyd and David Gilmour, whoever likes progressive music with saxophone and flutes that doesn´t rock you but magically captures you for fifty minutes has to check this band. I bet you will not regret it. More infos and details you can get via www.free-stone.org. One thing more: the album comes in a digipak with a booklet and very good artwork. So check it out! (Ralph)

Gauntlet (E): "Path of nails" (privat, 2005, 13tr und 1 Video, 58min)  

Gauntlet sind gutklassige Powermetaller aus Madrid, die nach 2 Demos und 1 Single hier ihr privatgepresstes Debut vorlegen und wert sind, wahrgenommen zu werden. 2008 haben sie noch eine EP veröffentlicht, die ihr auf der homepage der Band runterladen könnt. Der Schriftzug der Band sieht richtig gut nach den 80er Jahren aus, das Cover ist leider so nichtssagend wie bei vielen Privatpressungen (hallo Bands, zeigt doch bitte auf dem Cover, worum es bei Euch geht). Texte findet ihr im Booklet. Ach ja, Musik ist ja auch noch drauf. Englischsprachiger komplexer Metal, der nur noch ein bißchen mehr Wiedererkennungswert benötigt. (Dirk)

Gauntlet (E): "The comeback" (privat, 2007, 3tr & 1 Video, 16min)

Hier kommt die Folge-EP, die zunächst mal mit einem schönen Fantasy-Cover aufwartet, wenn auch nur in ner einfachen Papphülle. Die ersten beiden tracks erinnern leider an die nervigeren Rage-Songs der späten 80er Jahre. 'Die away' ist wesentlich abwechslungsreicher, auch im Tempo, was aber unterm Strich zu wenig ist. (Dirk)

Hourglass : “Oblivious To The Obvious” (Two Side Moon Promotions; 5/69:46 + 5/70:01)

Hourglass is a quintet from Utah/USA playing progressive rock & metal. This is the third album – a two disc set with 139 minutes of music. Listening to the opening track “On The Brink” one might think for the first three minutes of another Dream Theater clone, but that is very far from the truth, what you´ll notice after three minutes with a kind of Orff-like chant after a break. When Michael Turner starts to sing, he reminds me more of Jon Bon Jovi with the first vocal lines. But that is also far from the truth and, like with the music, it is only one small part of a very wide variety of styles. Michael´s voice sounds clean and high-pitched like it is typical for progressive metal or also US-Metal, while he can also sing rough and in a more hard rock style. It is the same with the music: I´d call it progressive rock & metal, because it isn´t always progressive metal but very often more like progressive rock or even art rock or neo prog. This is the right balance between hard and heavy on the one side and soft and melodic on the other side. For example, there are also straighter parts with hooklines. Another significant point is the bass playing of Eric Blood, who sometimes delivers slapped bass lines. At the beginning of “Pawn II” there´s an acoustic guitar intro that sounds like a mixture between an oriental melody and classical or flamenco guitar. Also there are not only typical prog keyboard sounds but also piano-like parts. Most of the tracks are long tracks, only “Skeletons” and “Estranged” on the second disc are about seven minutes. The rest is ten minutes and longer, while there are two real long tracks at the end of each disc: “38th Floor” at the end of the first disc with more than twenty minutes playing time and the title track at the end of the second disc with over half an hour playing time. The title track consists of five parts which have separated track ID´s. The last part is instrumental, also another track called “Delirium”. Generally you can say that Hourglass delivers everything the heart of a fan of progressive rock & metal desires. Well, there´s only one way to sum it all up: with that quality and that playing time on two discs I´d know what to buy first – this definitely is a real must have. You can find the album in Germany via mailorder, for example at www.justforkicks.de. There you can also find the first two albums “Subconscious” and “The Journey Into”. More informations you can find on the band´s homepage www.hourglassband.com or on www.myspace.com/progressivehourglass. So don´t hesitate any longer! (Ralph)

Kachana: "Killing inside" (privat, 2002, 11tr, 51min)

Hier täuscht der erste Eindruck mal nicht, Sch**ßcover, Sch**ßplatte. Ach ja, aus England kommen sie und spielen völlig uninspirierten Thrash. Das soll sich mit dem Folgewerk ändern. (s.u.) (Dirk)

Kachana: "The plains of Illyricum" (privat, 2006, 6tr, 40min)

Was mir auf jeden Fall gefällt, ist eine Eigenpressung, die mit 6 überlangen Stücken auskommt und somit die stärksten Momente der Band präsentiert: (Hallo an alle Bands, die eine Privatpressung rausbringen wollen: 2 gute tracks sind viel mehr wert als 17 Durchschnittsnummern, Kachana haben diesmal alles richtig gemacht) Sacha Darwin hat man als Sänger an die Luft gesetzt. Mit Tom Morton bei sonst unveränderter Besetzung konvertiert man nun vom Extrem-Gähn-Thrash zu proggigem Metal. Und das gar nicht schlecht. Im Booklet gibt man u.a. Symphony X als Inspiration an und das ist ein guter Hinweis auf das, was den geneigten Hörer erwartet. Leider keine Texte, aber komplexe eingängige Nummern, die auch ein bißchen an Kamelot erinnern. Breaks und Tempowechsel in schöner Folge und das bei hoher Eingängigkeit. Warum nicht gleich so? (Dirk)

Lionsgate: "Lionsgate" (Azna 2007 / 10tr / 43min)

Dies ist eine Eigenpressung. Dies ist eine Eigenpressung? Unglaublich. Dies ist ein Debut. Dies ist ein Debut? Noch unglaublicher. Eine tolle US Metal CD mit einem allerdings etwas nichtssagenden Cover. Ein Kristallschädel mit einer antiken Münze. Warum können Debuts nicht immer von der Optik ein bißchen auf die musikalische Richtung schließen lassen? Die ist nämlich mit musikalisch hochklassigem US Metal sehr beachtenswert. Für Freunde von Aska oder Steel Assassin Futter für Euren CDSpieler. Sehr abwechslungsreiche tracks, herausragen tut für mich 'Falling from grace' und 'Liar' mit Tempo, ruhigen, akustischen Passagen und einem Gesang, der ok ist, aber mit vorgenannten Beispielen nicht mithalten kann. 'Thirst for blood' hätte auch als exclusive bonus track für die tschetschenische Pressung genommen werden können, ist also eher verzichtbar. Zum Abschluß ein klassisches Instrumentalstück, daß Yngwie auch nicht beser gemacht hätte. Die Texte sind mim Booklet enthalten und ganz lesenswert. Die Produktion ist für eine Eigenpressung sher gut. Nix zu meckern, kaufen. (Dirk)

Lane: "Diced" (D, privat, 8tr, 36min)

Jawoll, das macht Spaß, zumindest mir. Mögt Ihr Bonfire? Dann seid Ihr hier richtig. Eine CD voll mitreißender Melodic Rock Stücke mit 2 eingängigen Balladen und schönen up tempo tracks. Dirk Licht ist ein Sänger, der zu diesem Genre. Herausragend ist das einprägsame Songwriting, das in dieser Qualität gerade in Germany selten ist. Die Bandmitglieder sind keine Teenies mehr und das hört man sowohl bei den schönen Gitarrenlinien, als auch besonders am Gesang heraus. Ach ja, schön aufgemacht ist die CD auch noch mit passendem Artwork und Texten garniert. Wer die homepage anklickt, wird nicht gerade mit Infos zur Band totgeschmissen, aber bestellt dieses edle Teil trotzdem, ihr werdet es nicht bereuen. (Dirk)

Mourning Caress: "Imbalance" (SPV, 2002, 10tr, 45min)

Eine deutsche lizensierte Eigenpressung mit professioneller, guter, abwechslungsreicher Musik, die leider von einem deathlastigen Shouter (oder einer chronischen Laryngitis) zerballert wird. Wer solche Musik mag, wird diesen Gesang nicht mögen, schade (Dirk)

Mourning Caress: "Inner exile" (Restrain, 2008, 11tr, 47min)

6 Jahre sind eine lange Zeit, um eine Kehlkopfentzündung auszukurieren, die scheint aber leider chronisch zu sein. Die Musik erinnert immer noch an bessere Metal Church, der Gesang immer noch an das Black and Death Festival Unterfurching. Mit Gesang wäre das ein tolles Album. Wie ich hörte, ist die Band unter neuem Namen jetzt komplett auf die dunkle Seite der Macht (äh, des Metal) gewechselt. Schade, wenn Lord Vader den Helm abnehmen würde, wäre das sehr gut. (Dirk)

Rachels Coven: "Rachels Coven" (privat, 9tr, 51min)

Eine ganz dicke Empfehlung kann ich aussprechen für diese Privatpressung aus West Virginia. Ein genretypisches (jawoll, das ist wichtig) Cover tröstet etwas über ein US-typisch leeres Booklet hinweg. Musikalisch bewegt man sich im Powermetal, Harmonien scheint man aber besonders von Iron Maiden zu mögen, was nicht kopieren heissen soll. Der Gesang ist klasse und paßt jeweils zur Stimmung der Songs. In 'Reign' sind dezente klassische Elemente von 'Hall of the mountain king' enthalten, toll gemacht, ohne die Metal meets Klassik Schiene auch nur im geringsten zu strapazieren. Die Halbballade 'Straight between the eyes' zeigt die Band etwas ruhiger, was sie auch ohne Klischees bewältigt. 9 tracks, die allesamt Freude aufkommen lassen. Erhältlich bei der Band (Dirk)

Skiltron 'The blind Harry Demo' (privat, 2007, CD&DVD, Promo, 2tr, 11'28min)

Ein wirklich schönes Promo_paket haben die Folk Metaller aus Argentinien da geschnürt. Musikalisch begeht man Pfade, auf denen auch Mago de Oz und Tuatha de Danan wandeln, dies wird auch an der 8(!)-köpfigen Besetzung mit Tin whistle, bag pipe und Viola klar. Die Texte sind in englisch gehalten, die Songs epischund melodiös. Die beiliegende DVD bietet Songs, live Ausschnitte und viel Info-Material. Von dieser Band werden wir hoffentlich noch viel hören. Daumen hoch. (Dirk)

Slough Feg : “Ape Uprising!” (Cruz Del Sur Music/Alive; 8/37:37)

Was ist denn das? Die Untergrundkönige des Twin Guitar Sounds starten ihr neues Werk mit einem lupenreinen Doom-Song in “The Hunchback Of Notre Doom”. Der ist für Doom-Verhältnisse gut gelungen, deckt sich aber nicht mit meiner Erwartungshaltung an Slough Feg. Das zeigt aber auch, dass die Jungs um Sänger/Gitarrist Mike Scalzi immer auch für eine Überraschung gut sind. Ab dem folgenden „Overborne“ bieten Slough Feg dann wieder die gewohnte Kost: rohen Hardrock/Heavy Metal mit NWOBHM-Einflüssen und eben den typischen Twin Guitars. Ab und an lassen da schon mal die frühen Maiden grüßen, was die Instrumentalabteilung angeht. Das merkt man besonders, wenn längere Instrumentalpassagen mit Twin Guitars in einem Stück enthalten sind, ganz besonders im über zehnminütigen Titelsong, der ein echtes Highlight darstellt. Dass sie auch ganz anders können, stellen Slough Feg nebem dem Doom-Opener auch in dem stellenweise mit Akustikgitarren unterlegten „White Cousin“ unter Beweis, das aber natürlich auch heftige Gitarren und die Trademarks der Band aufweist. Diese Band verdient wirklich mehr Aufmerksamkeit und Verkaufszahlen. Dass sie dennoch bislang im Untergrund ihr Dasein fristen, kann sicher nicht an ihrer Musik liegen. Wer die Band kennt, der greift eh wieder zu. Allen anderen kann ich nur empfehlen, den Jungs eine Chance zu geben. Sie haben es verdient! (Ralph)

Stormbringer: 'Stormbringer' (privat, 2007, 7tracks, 48min)

Ganz schön mutig, sich nach dem 'späten' Meisterwerk von Deep Purple zu benennen und ebenso mutig ist es, ein schlichte düsteres Cover vorne drauf zu packen. Der Inhalt aber ist ein echter Hammer, für mich die beste Eigenpressung des letzten Jahres. Die Musik erinnert tatsächlich an das Purple-Meisterwerk, sogar die Coverversion 'Mistreated' weiß zu überzeugen, insbesondere da die Band diesem Übersong noch eine eigene Note verleihen kann. Das gilt für das ganze Album. 'Gates of Marakesh' ist ebenso ein hammermäßiger 70er Jahre Song. Und man tritt hier nicht wie eine Coverband auf, sondern auch noch sehr eigenständig. Es findet sich ein Booklet mit allen Texten. Ein uverzichtbares Album für Fans von Purple, frühen Whitesnake und Led Zep. Let the good times roll... (Dirk)

Phil Vincent : “Passion & Pain“ (Two Side Moon Promotions; 12/51:24)

This is Phil Vincent´s 11th solo album. I must say that I only know Phil´s work since his last album “White Noise”. That means – as I have already written in my review of “White Noise” – there´s a lot of music to discover for any fan of melodic hard rock. This time the songwriting and the production are even better. Phil is an american multi-instrumentalist and songwriter, who sings and plays all the required instruments needed to record a melodic hard rock album (Lead/Rhythm/Acoustic Guitars, Piano, Organ, Synthesizers, Bass & Drums). Also some guitarists are guesting on lead guitar like Steven Albanese and William Roux, who also contributed to the last album. As with the last album it is also here: there´s no filler, only good songs. One of my favourite tracks is the six and a half minutes long “Rumors (Parts 1 & 2)”. In better days “Top Of The World” might have become a minor hit in rock radio playlists. A further one of my favourites is “Who Do You Think You Are?”, a slower one, but not a ballad, with a very melodic beginning without guitars, only Phil´s vocals over a keyboard melody line, nearly AOR, but then the song grows. So if you are a fan of good melodic hard rock, you should check out more about Phil´s work and how to get his albums via www.philvincent.com or www.myspace.com/philvincentrox. There is only one thing to improve according to Phil´s albums: there is only an inlay card where there should be a booklet. (Ralph)

 

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