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Hier findet ihr Interviews sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache. Die deutschen Interviews findet ihr links, die englischen rechts.

Here you find interviews in German as well as in English. The interviews in German you find in the left box, the interviews in English you find in the right box.

Ralph

 

 

ATTACK-Interview mit Ricky van Helden:

Kurz zur Vorgeschichte: falls Ihr Attack nicht kennt, lest einfach die Kritiken in unserem Archiv. Nach der Ankündigung von 'Deadlocked' 1998 wurde es sehr ruhig um die Band und Ricky hat sich ein bißchen zurückgezogen. Ich habe lange versucht, ihn irgendwie zu kontaktieren. Aufgrund unserer Plattenkritiken hat sich der sympathische Metalgott dann bei uns gemeldet und dieses Interview mitgemacht, vielen Dank, Ricky.

Dirk: Was machst Du heute und für viele Fans noch wichtiger: Was ist zur Zeit mit Attack?

Ricky: Ich lebe seit einigen Jahren sehr zurückgezogen. Attack exisiteren als Band nicht mehr ... bestenfalls in meinem Kopf ... und meinem Herzen.

Dirk: Für alle Sammler und Jäger unter uns: Gab es die 'Mouse in a maze' 7' und die Beastkiller LP wirklich als ehemals käuflich erhältliche Tonträger?

Ricky: "Mouse in a maze" entstand durch ein Angebot eines Studios in Hannover mit einer Auflage von 500 Singles und ist nie im Handel vertrieben worden. Sie diente damals als Demo ... leider habe auch ich kein Exemplar mehr davon. Deshalb ist als erste offizielle ATTACK-Veröffentlichung "Danger in the air" zu sehen. Zu "Beastkiller" ist zu sagen, daß ich zum Verbleib der Aufnahmen nicht viel sagen kann. Nach der Veröffentlichung von "Return of the evil" unterschrieb ich einen Vertrag bei einem kleinen Label mit angeschlossenem Studio in Wuppertal. Nachdem das Album fertiggestellt worden war, verschwand der Inhaber u.a. mit den Bändern und ließ nichts mehr von sich hören. Ich selbst hätte gern Songs wie 'The warmachine' oder den Titelsong 'Beastkiller' in den Versionen noch einmal gehört, denn sie waren sehr gelungen. Ob die LP jemals irgendwo erschienen ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Ich glaube aber, eher nicht! Wir haben später ein remake von 'Heroes die young' auf "Revitalize" veröffentlicht. Dies ist offensichtlich das einzige Überbleibsel von "Beastkiller".

Dirk: Einen höheren Bekanntheitsgrad erlangtet ihr erst durch die "Destinies of war". Wie kam es zu der seltsamen Buntstiftzeichnung auf der Zyx LP?

Ricky: Na ja, das war schon eine merkwürdige Geschichte ... nachdem wir die Studioaufnahmen für "Destinies of war" fertiggestellt hatten, erschien der A&R-Manager von ZYX Records auf der darauffolgenden Party und präsentierte uns das Cover. Wir sahen uns alle entsetzt an und glaubteb, daß dies ein Scherz sei ... es war keiner. All unsere Kritik daran und zahlreiche Jack Daniels nützten nichts ... die Plattenfirma bestand darauf, daß dieses Cover genommen wird. Die LP, als auch die CD erschienen mit diesem grausigen Cover. Wie sich später herausstellte, hat ein guter Bekannter des A&R-Managers gegen ein gutes Honorar dieses Unwerk gestaltet. Wir haben uns dann dermaßen mit der Firma in die Haare bekommen, daß eine weitere Zusammenarbeit (Wir hatten einen Vertrag für 2 weitere Alben) nicht möglich war. Wir wurden quasi für 3 Jahre auf Eis gelegt. Deshalb erschien das nächste Album erst 3 Jahre später. Später habe ich dann ein neues Cover anfertigen lassen und auch in Japan gibt es eine dritte Cover-Version von "Destinies of war". "Destinies of war" war studiomäßig etwas weichgespült und mir persönlich zu glatt gegenüber den Live-Versionen. Übrigens: "Death rider" habe ich bereits kurz nach "Beastkiller" alleine aufgenommen, noch bevor es 2 Jahre später das neue Line-up  für "Destinies of war" gab. Wir haben den Song dann neu aufgenommen und mit auf das Album genommen.

Dirk: "Seven years in the past" ist für mich eines der besten Metal-Albem aller Zeiten. Wie entstand einentlich dieses Über-Attack-Album? Hattet Ihr Angebote von größeren Labels?

Ricky: "Seven years in the past" war eigentlich ein Zufallsprodukt. Ich produzierte damals andere Bands in einem Studio, an dem ich beteiligt war. Nebenher nahm ich eigene Songs auf. Da ich damals ein eigenes Label gründen wollte, und die Voraussetzung zur Vergabe des Label-Codes eine veröffentlichte Produktion des Labels ist, benutzte ich "Seven years in the past" dafür. Ich ließ eine Auflage von 1000 Stück pressen und erhielt meinen Label-Code. Was sollte ich nun mit den CDs machen? Ich fand den Sound sehr schlecht, denn trotz der Roheit klang die CD soundmäßig grauenhaft durch Phasenfehler beim Mastering. Nun, ich schickte der Mailorder-Firma Hellion Records ein Exemplar und die bestellten dauernd (bis zu 500 Stück wöchentlich) nach. Ich mußte also mehrfach nachpressen. Wie sich dann herausstellte, wurden diese nach Japan exportiert. Nachdem wir dort auf Platz 16 der Import-Charts einstiegen, machte uns JVC-Victor ein Angebot, unsere CDs in Japan herauszubringen. Wir unterschrieben einen 7-Jahresvertrag und veröffentlichten einige Albem in Japan.

Dirk: "The secret place" hat das gleiche Cover wie das Perry Rhodan jahrbuch 1995. Weißt Du, wie dies zustande kam?

Ricky: Unser damaliger Cover-Zeichner Al Kelsner war auch Zeichner für die Perry Rhodan Bücher bzw Hefte. Normalerweise ließ ich eigene Vorstellungen von ihm zeichnen, bei "The secret place" jedoch gefiel mir seine Idee so gut und war so passaend zum Titel, daß ich sie kaufte. Daß er sie später [Das PR Jahrbuch 1995 erschien erst 1996, Dirk] auch noch für Perry Rhodan nutzte, war mir damals nicht bekannt.

Dirk: "Deadlocked" wird von allen ATTACK-Fans seit über 10 Jahren sehnlichst erwartet. Kannst Du und inhaltlich was zum Album verraten und ob Hoffnung besteht, das Album anzuhören?

Ricky: "Deadlocked" war anscheinend Programm... Wir haben das Album 1996 eingespielt ... mit neuem Drummer Frank Ullrich (Ex - Grave Digger) ... die Musik war schneller, progressiver und interessanter als je zuvor. Leider bin ich an meiner eigenen Pedanterie gescheitert ... ich wollte es immer perfekter machen, immer mehr klassische Elemente und Sounds einbauen ... daran und an einigen privaten Problemen meinerseits ist es dann wohl gescheitert. Ich habe dann den Gesang wieder gelöscht, weil ich nicht zufrieden war. Die CD wurde also nie veröffentlicht ... wegen mir. Die Aufnahmen habe ich noch und überlege, ein paar Songs davon noch einmal einzusingen und abzumischen.

Dirk: Wie wäre es mit einem ReRelease Eurer alten Sachen auf einem der mittlerweile zahlreichen Labels, die auf sowas spezialisiert sind? Gibt es da Pläne? Und gibt es noch unveröffentlichte Sachen aus der Vergangenheit?

Ricky: Darüber denke ich auch seit einiger Zeit nach. Die besten Songs aller ATTACK-Alben mit 3-4 uneröffentlichten Songs von "Deadlocked" auf einer CD herauszubringen. Die Möglichkeit, die zu premastern habe ich ... und um ehrlich zu sein schon damit begonnen. Ein Cover dafür habe ich auch. Sollte es irgend jemanden geben, der dies finanziert, bzw herausbringen würde, wäre ich sicher nicht abgeneigt.

Dirk: Und was können wir Fans dafür tun, Euch auf die Bahn zu bringen, die das Booklet von "Revitalize" relativ vollmundig ankündigt: jährliche Top Ten Alben und Welttourneen in rascher Folge? Verdient hätten ATTACK dies zweifellos.

Ricky: Nicht alles, was in Liner-Notes vollmundig angekündigt wurde, unterlag meiner Verantwortung ... und schon gar nicht meiner Meinung. Wenn man die Geschichte von ATTACK, die 1983 begann und 1998 endete, betrachtet, dann wird einem bewußt, daß das Schicksal manchmal seltsame Wege geht ... aber das macht andererseits auch den Reichtum einer Existenz aus. Die Schlacht (das Leben) ist erst verloren, wenn man sie (es) aufgibt.

Dirk: Diesem schönen Schlußwort des sympathischen ATTACK-Masterminds kann man kaum was hinzufügen. Label-Verantwortliche aufgepaßt: Bei Interesse gerne bei mir melden, ich leite ernst gemeinte Anfragen gerne an Ricky weiter. Es sei denn, Ihr habt schon eine Buntstiftzeichung für das Cover parat...

HARTMANN-Interview

Nach der fulminanten Einleitung seiner Solokarriere in 2005 mit „Out In The Cold" lag die Messlatte für Oliver HARTMANN für das von allen Freunden melodischer Rockmusik herbeigesehnte Nachfolgealbum natürlich entsprechend hoch. Grund genug für ein paar Fragen…metal-almanac:

Hallo Olli, ich hoffe mal, dass das nicht deine Wohnzimmereinrichtung auf dem Cover ist. Was soll das Cover ausdrücken? Fühlst du dich in dem abgebildeten Raum zuhause?

Hartmann:

Auch wenn das natürlich nicht mein eigenes Wohnzimmer ist, könnte ich mir auch durchaus vorstellen, so zu wohnen.

Wir haben die Fotosession für die gesamte CD in der Halle eines Antikhändlers gemacht und das Ambiente so gestaltet, wie wir es uns als gemütlich vorgestellt haben, dass heißt Wohnraum und Proberaum in einem und vor allen Dingen mit Inventar, das irgendwie Leben und Geschichte besitzt. Ich stehe auch privat sehr auf alte Möbel, da sie einfach viel zeitloser sind und auch mehr Wärme und Identität besitzen, als irgendein finnischer Schrank aus Fichte, den ich wahrscheinlich spätestens in 5 Jahren nicht mehr sehen kann ;-)

Der Begriff „Home" oder „Heimat" hat ja auch viel mit eigener Lebensgeschichte und vor allem mit dem Wohlfühlen an einem Ort zu tun. Darum fand ich die Idee für das Cover als sehr passend.

metal-almanac:

Beim Debut gingen viele Songs direkt ins Ohr, hier brauche ich mehr Hördurchgänge. Hast du bewusst weniger auf direkte Eingängigkeit gesetzt?

Hartmann:

Eigentlich nicht direkt, allerdings wirkt das Album auf den Hörer im ersten Moment wahrscheinlich wie eben von Dir beschrieben, da das Album stilistisch etwas offener und breiter ausgefallen ist als sein Vorgänger. „Home" knüpft musikalisch im großen und ganzen dort an, wo ich mit „Out in the cold" aufgehört habe, nur musikalisch einfach noch einen Schritt weiter nach rechts und links, d.h. eben kein reines Melodicrock-Album sondern auch Singer/Songwriter-Elemente sowie Souleinflüsse. Ein weiterer maßgeblicher Unterschied ist, dass das neue Album mit der kompletten Live-Band aufgenommen wurde, wohin gegen „Out in the cold" noch eher ein Studioprojekt war. Dadurch, dass wir mit der aktuellen Besetzung letztes Jahr live u.a. mit Toto unterwegs waren, hat sich auch bei den Songs von „Out in the cold" durch das Zusammenspielen der Band ein eigener Sound entwickelt, der einfach wesentlich lebendiger und direkter ist als noch auf der Studioproduktion. So sind wir einfach vor der Produktion von „Home" mit einigen Songs noch mal in den Proberaum und haben die Arrangements von meinen ursprünglichen Studioversionen nochmals abgeändert und noch mehr auf den Eigensound der Band zugeschnitten. So haben wir im Proberaum und auch beim Mix im Studio einiges an Überflüssigem wieder ausgemistet und abgespeckt. Der Sound der neuen Scheibe ist dadurch einfach kompakter und rauer als vorher, geht für mich aber einen deutlichen Schritt in die richtige Richtung. Alles besitzt einfach noch etwas mehr Charme und Identität als beim Vorgänger.

metal-almanac:

Auf dem Debutalbum hast du alle Gitarren im Alleingang eingespielt, jetzt steht dir Mario Reck zur Seite. War die Belastung Gesang/Gitarre auf Dauer zu heftig nach den Tourerfahrungen oder gab es andere Gründe? Immerhin bist du die Doppelbelastung ja auch von Echoes her gewohnt.

Hartmann:

Auch wenn ich die Doppelbelastung als Sänger und Gitarrist durchaus gewohnt bin, fühle ich mich speziell live einfach wohler, gitarrentechnisch noch jemanden an meiner Seite zu haben, der bestimmte Parts übernimmt und ich mich damit auch etwas mehr aufs Singen konzentrieren kann.

Außerdem ist Mario nicht nur ein guter Gitarrist sondern auch ein hervorragender Sänger, was enorm dazu beiträgt, die Studioarrangements auch live optimal umzusetzen.

metal-almanac:

Mit über 6 Minuten fällt "Higher Than Me" allein von der Laufzeit her aus dem Rahmen. Auch soundmäßig ist der Song wuchtiger und hat diese prog-mäßigen Keyboardsounds. Klingt irgendwie ein bisschen wie Manfred Mann. Achtest du eigentlich genau auf die Reihenfolge der Songs für die Tracklist des Albums oder setzt du eher auf eine bunte Mischung als auf einen Spannungsbogen?

Hartmann:

Der Spannungsbogen und die Reihenfolge auf einem Album sind mir sehr wichtig, speziell die Stellen, wo stilistisch ausgefallenere Songs wie „Higher than me" platziert sind. Umso vielseitiger ein Album ausfällt desto wichtiger ist es auch, die Songs an der richtigen Stelle zu platzieren. Da kann ich durchaus Tage und Wochen mit verbringen ;-)

metal-almanac:

Du pendelst für mich irgendwie einzigartig zwischen härterem Singer-/Songwriter-Sound, AOR und Hardrock der gemäßigteren guten alten Sorte mit 70-er Jahre Einfluss. Wie würdest du selbst nach dem zweiten Album deine stilistische Ausrichtung beschreiben? Kann man das überhaupt in die berühmt-berüchtigten Schubladen packen?

Hartmann:

Da man Musik ja mit Vorliebe in Sparten und Schubladen steckt, wird im Allgemeinen meine Musik ja gerne als Melodic Rock oder AOR beschrieben, was mir aber fast schon wieder zu eng ist. Natürlich liegen meine Wurzeln einerseits in den Rock-, Hardrock- und auch Metalbands der 70er und 80er, allerdings mag ich eigentlich alles an Musik, was als gute Musik bezeichnet werden kann. Somit habe ich für mich auch beim Musikhören keine wirklichen stilistischen Grenzen, d.h. es geht von Singer/Songwritern über alten Blues, Soul und Jazz bis hin zu Metal. Das versuche ich eigentlich auch bei meinen eigenen Songs zu verarbeiten und wehre mich immer dagegen, wenn irgendwelche Songs vielleicht angeblich aus der Reihe fallen oder nicht zum Rest passen, was einem als Sparte vorgegeben wird. Ich versuche eigentlich nur aus allem, was sich mir musikalisch bietet, das Beste für mich herauszuziehen und meine eigenen Songs so zu schreiben, dass sie für mich persönlich absolut authentisch sind und mich als Mensch und Musiker möglichst nah widerspiegeln. Ich denke, dass das wichtigste Ziel immer der Wiedererkennungswert eines Künstlers ist, auch wenn die einzelnen Songs oder Produktionen an sich durchaus völlig unterschiedlich klingen können.

metal-almanac:

Nach dem Debut hätte ich Songs wie "Coming Home To You", "Somewhere Someday" und "Millionaire" als typisch angesehen, auch das soulige/gospelhafte Element mit den Backgroundsängerinnen in "Crying" passt ja ins Bild. Dagegen sind mit "My Everything Is You" und "I Don´t Want To Know" zwei ruhigere Nummern dabei. Schreibst du Songs nach deiner jeweiligen Stimmungslage oder schwebt dir eine bestimmte Richtung im Vorfeld vor, so nach dem Motto "ich brauche jetzt noch einen rockigeren Song"?

Hartmann:

Natürlich spielt deine eigene Stimmung eine entscheidende Rolle bei der Entstehung eines Songs, aber im Vorfeld mache ich mir relativ wenig Gedanken darüber, wie ein Album letztendlich klingen wird oder zu klingen hat. Ich versuche einfach gute Songs zu schreiben, ohne mich großartig an irgendetwas zu orientieren. Man schreibt ja oft weit mehr als nur die 11 oder 12 Songs, die dann letztendlich auf einem Album landen und natürlich macht man sich auch Gedanken, welche am besten aufs Album passen. Ich habe allerdings speziell diesmal versucht, ohne Kompromisse einfach nur die besten Songs auszuwählen, ohne mich dabei stilistisch irgendwie einzugrenzen oder Songs wegen dem sogenannten „Passt nicht -Faktor" zu verwerfen. Wichtig ist für mich letztendlich nur, die Aussage des einzelnen Songs in ein passendes musikalisches Bild umzusetzen, auch wenn sich diese im Einzelnen dann durchaus sehr unterscheiden können.

Meines Erachtens nach macht es auch genau das für den Hörer interessant, in den unterschiedlichen Songs und Arrangements immer wieder neues zu entdecken, ohne das ein Album nach dem dritten oder vierten Hören vielleicht langweilig wird, weil alles irgendwie gleich oder ähnlich klingt.

Ich finde, dass es auch genau Bands wie z.B. U2, Queen, Pink Floyd oder auch andere ausgemacht hat, über Jahrzehnte hinweg interessant, neu und zu frisch bleiben, ohne dabei ihren Wiedererkennungswert oder ihre Identität zu verlieren.

Das ist zumindest das, was ich persönlich an Musik sehr schätze und natürlich auch versuche bei HARTMANN umzusetzen.

Soweit also Oliver HARTMANN zum neuen Album "Home". Vielen Dank an dieser Stelle an Oliver für die ausführlichen Antworten auf meine Fragen.

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SINNER-Interview

Die neue Sinner-CD "Mask Of Sanity" ist ja ein amtlicher Hardrock-Hammer vor dem Herrn geworden, der an einigen Stellen Erinnerungen an die 80-er Jahre aufkommen lässt und auch ab und zu deutliche Thin Lizzy-Einflüsse offenbart. Da war es natürlich Zeit, ein paar Fragen an Mat Sinner zu richten...aber lest selbst.

metal-almanac:

Hallo Mat! Eure neue CD "Mask Of Sanity" klingt für mich so unverkennbar nach Sinner, dass auch jemand euch gleich bei den ersten Tönen des Openers "The Other Side" leicht wiedererkennt, der euch zuletzt in den 80-ern zu "Danger Zone"-Zeiten gehört hat. Ihr habt ja zuletzt oft ein heftigeres Brett gefahren. Habt ihr euch bewusst mehr in Richtung Hardrock und weg vom Metal orientiert?

Mat Sinner:

Klar, wir hatten seit der letzten Veröffentlichung viele gute und konstruktive Gespräche mit unserem Fanclub, Fans und Freunden. Wir haben eigentlich genau gewusst, was gerade diese loyalen Leute von uns erwarteten. Irgendwo haben sie auch recht. Wir haben das vom ersten Ton des Songwritings versucht umzusetzen. SINNER wollten eigentlich wieder zurück zu ihren Wurzeln und trotzdem nicht das Entstehungsjahr 2006 bzw. 2007 produktionstechnisch verschweigen.

metal-almanac:

Du hast ja nie ein Geheimnis darum gemacht, dass du ein großer Fan von Thin Lizzy bist. Ein Song wie "Diary Of Evil" hat für mich eine deutliche Schlagseite in genau diese Richtung. Speziell bei Textzeilen wie "there´s no need in bleeding..." oder "...and I´ll never walk the streets again" musste ich erst einmal zurückspulen und nochmal hören, so stark erinnerst du hier auch stimmlich an Phil Lynott. Ist das zufällig so entstanden oder habt ihr euch da vorgenommen "wir schreiben jetzt mal einen Thin Lizzy-mäßigen Song"? Und hast du dich beim Einsingen an Phil´s typischem Stil orientiert?

Mat Sinner:

Zumindest kenne ich diese Zeilen aus keinem Lizzy Song und ich kenne alle J - klar habe ich meinen Lizzy Background und ich liebe die Texte und Melodien. Ich wollte auch auf der neuen Platte von der Stimme her in den höheren Regionen screamen, sondern mehr Wert auf meine natürliche Stimme legen. Beim Einsingen habe ich mir nicht viele Gedanken gemacht, sondern einfach so gesungen wie ich fühle und das ist dabei herausgekommen.

metal-almanac:

Ihr habt ja mit "Baby Please Don´t Go" nicht zum ersten Mal eine Thin Lizzy-Coverversion aufgenommen. Wieso ist eure Wahl auf dieses Stück gefallen? Und habt ihr in Zukunft nochmal ein Lizzy-Cover vor? Wenn ja, dann hätte ich einen Wunsch: probiert es doch mal mit "Holy War". Eure Gitarrenfront packt den sicher locker, auch wenn die von John Sykes gefrontete Version von Thin Lizzy davor heute angeblich zurückschrecken soll!

Mat Sinner:

Thin Lizzy mit John Sykes als Frontmann ist für mich nicht Thin Lizzy – Bottom Line! Einmal touren ist o.k. aber mehr geht mir auf den Sack. Wir sind im Studio zügig vorangekommen und hatten noch etwas Zeit. Geplant waren 11 Songs. Wir haben uns dann dazu entschlossen einfach einen Song mehr zu recorden und haben uns einen Song ausgesucht, der zum Vibe des Albums passt und einen Groove hat, der in den anderen Songs des Albums nicht präsent ist und auch nicht so bekannt ist.

metal-almanac:

Ihr seid natürlich auch anderen Einflüssen gegenüber offen. Das hört man z.B. am Anfang bei dem Indie/Wave-artigen Intro von Badlands, bevor es dann typisch zur Sache geht. Auch "Black" hat am Anfang diesen kurzen Part, wo nur Bass und Schlagzeug zu hören sind. Habt ihr euch da manchmal beim Songwriting gedacht, dass weniger manchmal mehr ist und den Sound bewusst transparenter gehalten statt alles mit Gitarren zuzudecken?

Mat Sinner:

Ich denke mal, dass die Gitarrenarbeit auf dem Album immer präsent und im Vordergrund steht. Tom hat wirklich super Areit abgeliefert. Vielleicht die beste seiner Laufbahn. Deswegen ist es auch ganz gut, wenn es in manchen Songs auch Phasen gibt, die die Ohren in andere Gefilde zumindest für einen kurzen Moment beamen.

metal-almanac:

Wo wir gerade beim Sound sind: euren Keyboarder nehme ich eher selten so deutlich wie am Anfang von "Thunder Roar" oder bei den Soli in "Under The Gun" wahr. Sind die Keyboards bei euch mehr Ergänzung oder kommt ihnen zukünftig gerade im Sinne der wieder deutlicheren Orientierung zum Hardrock eine größere Bedeutung zu?

Mat Sinner:

Ich denke mal, dass Frank auf Mask wesentlich präsenter ist als auf Execution. Klar hat das mit der Kurskorrektur zu tun. Dennoch ist und bleibt SINNER eine Gitarrenband.

metal-almanac:

Du spielst ja neben Sinner mit Primal Fear in einer weiteren größeren Band der deutschen Heavy Metal Szene. Da ist es ja ohnehin sicher schwer, bei der einen Band musikalisch die Einflüsse der anderen herauszuhalten. Während ich den Eindruck hatte, dass gerade einige Sinner-Scheiben wohl unter dem Primal Fear-Einfluss etwas heftiger geraten sind, weist ja auch die letzte Primal Fear-Scheibe deutliche Züge in Richtung Melodic Rock auf. Verschwimmen da nicht irgendwann die Grenzen, auch für die Fans? Ist es vor diesem Hintergrund nicht eher unglücklich, sich Ralf Scheepers auch noch als Gastmusiker für eine Sinner-Scheibe zu holen? Immerhin stehen nicht alle Sinner-Fans auch auf Primal Fear, da die hohe Stimme von Ralf Scheepers polarisiert, und ziehen Sinner wegen deiner tieferen Stimme vor.

Mat Sinner:

Ralf singt seit der Judgement Day CD bei Sinner Backing Vocals und macht das hervorragend. Deswegen gibt es auch keinen Grund mir darüber Gedanken zu machen. Ich mache mir eher Gedanken um die Keyplayer als über die Randerscheinungen. Wir haben jetzt den Weg Back To The Roots mit SINNER eingeschlagen und stehen 100% hinter der Entscheidung und der Musik. Bei Primal Fear musste nach fünf Platten etwas im Kreativbereich passieren, denn musikalische Stagnation ist kein wünschenswertes Ziel. Eine Band muss sich weiterentwickeln. Ich bin verdammt stolz auf das Ergebnis der Seven Seals Produktion, deswegen ist der eingeschlagene Weg von Primal Fear auch absolut ein grosser kreativer und mutiger Erfolg für mich persönlich!

metal-almanac:

Mit Klaus Sperling ist ein alter Bekannter am Schlagzeug zurückgekehrt und an der Gitarre ist neben Tom Naumann jetzt Christof Leim von Traceelords dabei. Besteht damit die Hoffnung auf ein stabiles Line-Up für die nächste Zeit? Oder hat sich die Musikszene mitlerweile dahingehend verändert, dass häufigere Line-Up-Wechsel heute eher als normal angesehen werden, wenn es nicht gerade die Hauptpersonen wie Sänger oder Hauptsongwriter betrifft?

Mat Sinner:

Ich hoffe immer auf ein über Jahre stabiles Line Up, aber Menschen verändern sich eben und das ist eben ein Fakt mit dem jede band leben muss. Mal ist es zu verkraften, mal schmerzhaft – aber ich möchte mal betonen, dass ich mich sehr freuen würde, wenn das Line Up wirklich über 2-3 Platten miteinander Musik machen würde und ich beneide diesbezüglich Bands wie U2!

metal-almanac:

Neben Sinner und Primal Fear hast du ja auch deine alte Combo Shiva am Start, die jetzt unter "Goddess Shiva" formiert. Da steht ja jetzt auch eine neue Scheibe an. Kannst du uns da ein wenig zu verraten? Und haben die Schweden da die schlagkräftigeren Namensrechte, obwohl sie erst später mit dem Namen ankamen? Oder wolltet ihr der Verwirrung Vorschub leisten? Ihr habt ja nach meinen Infos 1980 eine Scheibe veröffentlicht, noch bevor eine englische Truppe mit demselben Namen Tonträger rausbrachte.

Mat Sinner:

Wir wollten diesbezüglich möglichst wenig Stress haben. Das war eine Spassplatte und wir haben uns damit einen grosses Wunsch erfüllt, das Kapitel auch würdig abzuschliessen. Wir haben 2 x als Kids einen Anlauf unternommen eine Platte zu produzieren und sind 2 x an unterschiedlichen Hürden gescheitert. Nachdem wir uns vor 2 Jahren für ein Benefiz Festival einmalig reformiert haben, hatten wir so viel Spass auf der Bühne, dass wir uns entschlossen ohne Stress und Zeitdruck ein paar alte Songs aufzunehmen. Auch das hat funktioniert und nun kommt doch noch eine Platte unserer ersten Band heraus. Das ist einfach ein befriedigendes Resultat!

Danke an dieser Stelle an Mat Sinner für die Beantwortung meiner Fragen.

Ralph

Interview with David DeFeis (Virgin Steele)

Well, the re-releases of Virgin Steele classic albums "Noble Savage" and "Age Of Concent" was reason enough for me to ask David DeFeis, mainman of the band, a few questions about those re-releases and beyond...

metal-almanac:

After the release of the last Virgin Steele album "Visions Of Eden" in 2006 your old record company decided to close the German office in Berlin and all bands supported by this office more or less lost their deal. Now you have found a new company in DY1 and the first releases are the reissues of two of the classic Virgin Steele albums: "Noble Savage" and "Age Of Consent". What has happened in the meantime and why did you choose to reissue these two albums?

David DeFeis:

We didn’t lose our deal. It simply ran its course and we decided to move on. We decided to go with DOCKYARD 1, because we know the principle team there, and have always had a great rapport with them. It was like coming home, because we had worked with various members of the Company when they were at Sanctuary and even before at Noise Records. It feels great because they are as excited about the future as we are.

We decided to re-issue NOBLE SAVAGE & AGE OF CONSENT, because the agreements for them had recently run out, and once an album is out of print bootleggers step in, and we did not want that to happen. In addition we wanted the albums to be available for future generations of Fans, that is why we will also be issuing more of the Catalogue shortly. We will next re-issue THE MARRIAGE OF HEAVEN & HELL PART 1, THE MARRIAGE OF HEAVEN & HELL PART 2, and LIFE AMONG THE RUINS albums. We will add bonus tracks and augment the packaging, re-master...etc.

Currently we are recording various bonus tracks and re-mastering those Works I just mentioned, as well as writing and recording what will be the next two new VIRGIN STEELE albums. I have written quite a bit of music, and I want to record it all.

metal-almanac:

The reissue of "Noble Savage" comes with a different cover while the original cover is only shown in the booklet on a pretty small photo. Didn't´t you have the rights to use the original cover - which is pretty cool in my opinion - or what is the reason for this?

David DeFeis:

Yes I do have the rights. The reason we used another cover was simply because I could not find the original slide for the cover artwork in time. That was a stressful moment! Have no fear...the original has since been found.

metal-almanac:

When I listen to some tracks on "Noble Savage" nowadays it seems I can hear what was later to become the classic Virgin Steele sound which is more orchestral compared to the rawer sound before. For instance, the end of the title track reminds me of the later work on the "The Marriage Of Heaven And Hell" albums. Would you also say that "Noble Savage" and also "The Age Of Consent" was the birth of the typical Virgin Steele sound? And is one reason the addition of Edward Pursino on guitars as the successor of Jack Starr?

David DeFeis:

Those albums do feature an example of what was to come later and be developed further. Tracks like THE BURNING OF ROME, NOBLE SAVAGE, ANGEL OF LIGHT etc...were where we really wanted to be musically speaking, and yes we did explore that style in greater detail on the albums that came after. However, I believe that the foundation for that Epic style was visible right from the beginning. In certain sections of songs like Guardians Of The Flame, and Children Of The Storm for example, some of those orchestral elements were already shining through. I had always wanted to achieve that full on Metal/Orchestral sound from the beginning, and with the addition of Edward in the group, I finally had a guitar player who could actually play all of the things I was writing. I had written NOBLE SAVAGE & ANGEL OF LIGHT before Edward joined the band, but the previous guitarist was not able to play those tracks.

metal-almanac:

While "Noble Savage" is to me an album which has a constant flow, "The Age Of Consent" doesn´t offer this flow to the listener. After listening the new edition I seem to have found the answer: in my opinion the cover versions "Stay On Top" by Uriah Heep and "Desert Plains" by Judas Priest don´t seem to fit in between the Virgin Steele tracks, which became more obvious to me with the addition of another Judas Priest cover versions in "Screaming For Vengeance". Why did you choose to put two cover versions on the original release and why did you add one more on the reissue? Do you agree that the cover versions are a break in the flow of the album?

David DeFeis:

No I don’t agree with you. I feel and so do the rest of the group, that our versions of Stay On Top & Desert Plains do have a connection, or a similar feeling or mood, along side songs like On The Wings Of The Night, or Chains of Fire...etc...I even stated such in the liner notes. They all contain a certain desperate quality and have that sensual lust & longing kind of vibe. The second Priest track "Screaming For Vengeance" was added, simply because we had never issued it in that form before, and we wanted the Fans to receive a nice surprise. "The Curse"...doesn’t really have that much in common with the other songs on the album, but again...it was put on to provide something new and interesting for the Fans. They are bonus tracks, and they come at the end of the album...They are the last 2 tracks, so again...no I feel fine with the flow of the Work. Desert Plains was a bonus track from when we last re-issued AGE OF CONSENT, so it made sense for us to provide the companion "Screaming For Vengeance" track this time out. Stay On Top was part of the original release when it came out. It is the first cover song we ever recorded. I had brought a copy of the URIAH HEEP album "Head First" to the studio, and on a break I played it. Every one liked it, so we quickly worked up an arrangement. It has fire & energy and fits well with the tone of the album, as it is defiant and empowering.

metal-almanac:

Will there be more reissues of Virgin Steele albums on DY1, maybe of "Life Among The Ruins"? Are there more tracks in your archive which haven´t been releases before and which are waiting to be released with following reissues?

David DeFeis:

Yes I am preparing them now as I mentioned above. Yes there are some more tracks that are waiting to see the light of day and the dark of night. So far all is going well and sounding quite interesting...

metal-almanac:

Let´s talk about the real successor of "Visions Of Eden": when can we expect the release of a new album? Is there anything planned? Have you recorded new songs yet? Will there be an album in the tradition of the classic Virgin Steele albums or what can we expect?

David DeFeis:

Yes there is something planned. We hope to issue a new album between January and March of next year...if all goes well. There are already many songs recorded and still more are being worked on each day. Expect the unexpected...It will be honest, sincere, from the heart, and performed with all the energy, fire, power and passion that we possess.

metal-almanac:

What is still missing is a DVD. Are there any plans for a DVD release? Will it be a concert DVD or a package with more material, e.g. a history, video clips and things like that?

David DeFeis:

Yes. Always...we are always recording, filming, cataloguing...We do hope to issue a proper historical perspective DVD over the next year...It will feature onstage, offstage, behind & below the stage, at home, in the News...all sorts of things. We want it to be everything a Fan could possibly want.

Thank you!

You're very welcome! Cheers & all the very best to you...

BY THE GODS,

David DeFeis

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AVIAN-Interview

After the release of Avian´s debut album I asked guitarist and band leader Yan a few questions. Here we go...

metal-almanac:

Yan, you started Avian back in 2002. Tell us something about what you did before.

Yan:

Like many other musicians, I was always in search of the right band situation for me. Unfortunately, I was never able to find quite the right group of guys who shared a common vision as well as similar tastes in music. Frustrated, I decided to go to university to get a degree and find a well-paying job. As I was nearing graduation, I began working on some songs, mostly just for the fun of it. The owner of the studio that I decided to record the songs in who told me that he was friends with David Ellefson and that he could ask him if he would be interested in producing my songs. Obviously, I was very excited by that and asked him to set up a meeting between David and myself. The meeting went very well and before long, we were in the studio working on a couple of songs together.

metal-almanac:

Give us a short overview on the history of Avian.

Yan:

Avian was born on my flight home from the Progpower USA III festival in Atlanta, Georgia. I was so inspired by the festival that I decided to write some songs and record them - sort of like my final attempt at becoming a professional musician. Within a couple of weeks I had one song completed and the outline of a few more. That’s when I met David Ellefson and we began working together. When the time came to find a singer, David suggested Lance King. They had known each other and had spoken of doing a project together at some point and this seemed like the right time to do so. When Lance joined us, things were really starting to get serious; what had intially begun as a little project of mine turned into a full on studio project with world class musicians within a few months. The next step was to find the right management; we signed with Intromenal Management and and they set out to find us the best possible record deals. When we saw that Massacre was interested, we were very excited because we felt that it would be a very good home for us. Having all of the details worked out, we finished the album, Massacre Records and Nightmare Records released it in October, and here we are ;-).

metal-almanac:

Why did it take you 3 years to bring out the debut album? Maybe because of the time you needed to find the right one for the job behind the microphone?

Yan:

It took 3 years because I had to write the album, find the right musicians, find the money to pay for everything, record around everyone’s very busy schedule, and last and certainly not least; get a record deal. If you look at it that way, 3 years is not so bad;-).

metal-almanac:

What are your biggest musical influences (bands and guitar heroes)?

Yan:

My favourite bands are: Iron Maiden, Helloween, Gamma Ray, Stratovarius, Megadeth, Savatage, Rush, Judas Priest, Black Sabbath (with Dio), Hammerfall, Blind Guardian, and a few others. My guitar heroes are: Criss Oliva, Rik Emmett, George Lynch, Kai Hansen, Glenn Tipton, and Brad Gillis.

metal-almanac:

How is it working together with David Ellefson – an experienced musician who was quite a long time part of a famous heavy metal band?

Yan:

The main reason that David and I began working together is because we both enjoyed it; it’s a lot of fun working with someone you like and respect. If it wasn’t fun for us, then we would not have done it. From my point of view, David is a great guy and a very talented musician and producer. His input was invaluable and I believe that the final product would not have been nearly as good as it is if weren’t for his expertise.

metal-almanac:

In the info sheet of the record company I read that at first David was to produce the album. Why did Lance then take over the producer´s job?

Yan:

Well that goes back to our initial meeting; at that point, it was basically just me and him and David was the obvious choice to produce. When Lance joined us, we agreed that he would do all of his vocals in his home studio in Minnesota. Since David and I both lived in Arizona at the time, we figured it would be best to split the project into two: Lance and Roger would take care of the vocals and guitar solos, while David and I were responsible for the drums, bass, rhythm guitars and keys. At that point, it was agreed upon that Lance and David would contribute in the production of the final album.

metal-almanac:

Is Avian a real band or just a project and we have to expect a new line up on the next album?

Yan:

Avian is most definitely a real band. When we began, no one really knew what was to come with Avian; we kind of just recorded a song or two every month or so without really talking about the future. By the time we had all of the recording done, all of us realized that we had something pretty special and decided to make Avian a top priority. The next album will have the same line up with the exception of drums; we will announce in the near future who our drummer will be.

metal-almanac:

Do the guys in the band make jokes on the name of the second guitarist (Roger Moore)?

Yan:

We all make fun of each other; especially when the person we joke about isn’t around ;-). As for Roger, I always tell him that he’s my favourite Bond ;-).

metal-almanac:

If there is anything I forgot to ask but you think is important to let us know about, here´s your chance...

Yan:

I think we pretty much covered everything. I’d just like to take a moment to thank all of our fans for the wonderful support and excellent feedback we’ve been getting about our album. Our main goal is to make music for people to enjoy and hopefully we’ve accomplished that. We are working on setting up some shows for 2006; once we have dates confirmed, we will post it on our website (www.avianband.com), so make sure you check it out and don’t forget to sign our guestbook!

Thank you!

Ralph

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KHYMERA-Interview

The first record to feature Dennis Ward as a singer and the slightly changed sound from progressive sound to more melodic rock was reason enough for me to ask als Khymera´s mastermind Daniele Liverani some questions...

metal-almanac:

Daniele, the new album features a new singer in Dennis Ward. What have been the reasons for splitting up with Steve Walsh and how did Dennis join in then?

Daniele:

There were some problems with Steve that have lead us to this decision, initially he seemed to be very interested in this project and did a great job on the first album, but after the release he seemed to take some distance from the project and his participation to the promotion of the album was very cold and distant..., so we decided to search for another singer. I and frontiers records made some brainstorming to see who could have been the right singer for this project. I knew that Dennis had been doing great choirs for his productions since many years, and so togheter with Frontiers staff we thought to give him some songs of the new Khymera to test his potential on this project. The result was outstanding and also he was very happy to sing this record, so we decided for Dennis as new lead singer of Khymera.

metal-almanac:

For me the songs of the new album are easier to listen to than the songs on the first album. One can find an easier, direct access. Would you say that there has been a slight change from a bit more progressive melodic rock to pure melodic rock with more hooks? Was that intended or might that be a onsequence of the exchange of the singer?

Daniele:

Well, Steve is a legend and of course he's more a progressive rock 70' singer...Dennis sounds more 'real AOR' of the 80's and this probably fits perfectly the style of Khymera, especially for the new album songs....and that may be the reason for the more straight AOR sound you noticed. Steve is very personal anyway and I love the way he singed the songs of the first Khymera. I think that when a singer changes, the music is something different everytime, not better or less nice, just different. Of course we are talking about incredible talents, so it’s only a matter of tastes, not of quality.

metal-almanac:

Did the record company choose the songs that ended up on the album or did you have the main influence on that?

Daniele:

The selection has been made in collaboration with Frontiers staff, a lot of the contacts with these important songwriters have been offered me by the label of course. All the songwriters have been very nice and happy to provide songs for this project, and we started to check what songs could have been ok for this new Khymera record. I think that in AOR is very important to have the right songs to create a good record, and in reason of the fact the my personal vein is more into progressive/metal direction, for this project the best choice was to search for some collaboration that could have offered experienced songwriting. Then I tried to give my personal touch in the production process, together with the other musicians, to create the 'Khymera' sound and style applied to the cool song that we choose for the record. So the main decision on what song could have been fitting the track list of the new Khymera has been done in collaboration with all musicians and with the label.

metal-almanac:

Are you going to present the album live, especially in Germany? Maybe a tour?

Daniele:

That would be really great and I’m trying to make this happen. It will depend on how the marked will react to the release, but I’m definitely ready and enthusiast for this option.

metal-almanac:

What are the future plans according to Khymera? Will there be more albums with songs written by AOR/Melodic Rock songwriters or can we expect you and Dennis writing songs for a third album?

Daniele:

Well, it’s not excluded that some personal songwriting can come up in the future, even if my personal vein is more into a prog metal direction. I think that working on songwriting with Dennis could be a great experience and I would be pleased to do that. I don’t think I would be able to write alone real AOR tunes anyway....I’m more into prog metal actually....but I love playing and arranging/producing AOR so I’m sure there will be more Khymera albums in the future!

metal-almanac:

Leaving the world of Khymera now could you tell us how things are going on with Empty Tremor and, of course, the third and final part of the „Genius" opera?

Daniele:

Genius last episode 3 is definitely my focus at the moment. It's really been a long journey with this trilogy, keeping me busy since almost 2000. This time the vocal guests will include again the two main characters: Mark Boals (ex Malmsteen, RING OF FIRE) as Genius and Daniel Gildenlow (PAIN OF SALVATION) as Twinspirit32. Also there will be Jorn Lande (MASTERPLAN) as Apikor, Toby Hitchcock (PRIDE OF LIONS) as Senator Jeramus, Eric Martin (TMG, ex MR.BIG) as Mr.Niko, Andrea Dätwyler (LUNATICA) as Kokeshi, Oliver Hartmann will be doing all choirs as usual, Philip Bynoe as Storyteller as usual. I hope to finish up all recording by the end of november 2005 with a release tentatively set for the spring 2006, so expect some explosive emotions for the final part of the trilogy! For me Empty Tremor is a little on hold now since I’m very busy on other projects, even if I know that the guys are writing material for a possible 4th album coming in the future...I don’t know exactly when it will happen anyway. On my solo side, I have also other plans coming on after the genius trilogy is completed...a brand new explosive line up that I've put together lately, but it's too early to tell the details about this. I just can't stop, I need to be busy!

metal-almanac:

If there is anything I forgot to ask but you think is important to let us know about, here´s your chance...

Daniele:

A huge thanks to all readers that are supporting the music scene and artists, it's important to be grateful to these fans especially today that music is living a difficult moment...

But I hope artists will survive and produce as much inspired music as they can!

Thank you and bye!

Ralph

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