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Saga : "Trust" (InsideOut/SPV) (11/49:26)

Bereits nach den ersten Tönen des Openers "That´s As Far As I´ll Go" kommt mir der Gedanke, dass Saga endlich mal wieder ein ganz großes Werk gelungen ist. Nach dem ersten Hördurchlauf des ganzen Albums steht dann für mich fest, dass die Kanadier es überraschend geschafft haben Songs zu schreiben, die zum einen ihre Trademarks wie Ian Crichton´s typische Gitarrenlicks (astrein zu hören in "Back In The Shadows"), die vielfältigen Keyboardsounds und natürlich Michael Sadler´s Stimme in Hochform beinhalten, die zum anderen aber auch zeitgemäßer und moderner klingen. Letzteres hört man beispielsweise in dem leicht funkigen "Time To Play" oder in dem schönen ruhigen "My Friend", wo auch Holzblasinstrumente zu hören sind. Ein Knaller ist auch der Titelsong, bei dem der Titel im Refrain ordentlich reingeshoutet wird. Das Werk schließt eigentlich nahtlos zu den Klassikern auf. Ist natürlich ein Fall für den Einzug und dauerhaften Verbleib im Archiv. Klare Anschaffung! (Ralph)

Saint Deamon : "In Shadows Lost From The Brave" (Frontiers/Soulfood; 12/45:42)

Saint Deamon bestehen weitgehend aus bekannten Migliedern: Sänger Jan Thore Grefstad kennt man von Highland Glory, Bassist Nobby Noberg und Drummer Ronny Milianowicz von Dionysus, nur Gitarrist Toya Johannsson ist wohl bisher weniger aufgefallen, soll aber schon mit Sinner, Ride The Sky und Joacim Cans komponiert haben. Irgendwo schimmert teilweise auch der berüchtigte Helloween-Faktor durch. Die Songs sind auch ganz nett, können aber im großen Sumpf der Veröffentlichungen nicht besonders aus der Masse herausstechen. Dazu kommt, dass Jan Thore Grefstad in den höheren Lagen unangenehm zu kreischen beginnt. Da sollte er sich besser auf die von ihm beherrschten Tonlagen beschränken, denn da klingt er wesentlich besser. Alles in allem eine Scheibe, die ich mir sicher nicht kaufen würde. Da greift der geneigte Fan melodischen Hardrocks auf jeden Fall besser nach Leverage. (Ralph)

Seasons of the Wolf: Kumulativreview 1996-2006

'Seasons of the Wolf' von 1996 ist das in der Erstpressung mittlerweile rare Debut mit 8 tracks und einem etwas farblosen Cover, das Gothic vermuten läßt. Glücklicherweise ein Trugschluß, finden sich doch bereits sehr eigenständige Songs, die episch, melodisch und ein bißchen düster daherkommen. 'Lost in hell' von 1999 (12tr, 56'22min) nennt sich das überraschend nochmals massiv gesteigerte Zweitwerk. Barry Waddel's Gitarrenarbeit webt einen soliden Klangteppich, unterstützt von Wayne Hoefle und Chris Whitford als Rhythmussektion, die oft wie ein Lead-Instrument daherkommt. Gekrönt wird das Ganze von Wes Waddels relativ hoher, präziser Stimme, der eine Portion Gift innewohnt. Bei den Höhen klingt zart King Diamond an. Jetzt aber zum Wesentlichen: den Songmaterial. Dieses findet sich variantenreich: episch, melodisch, finster mit vielen Breaks und Tempowechseln. Keinen der 12 Songs möchte man nach mehrmaligem Anhören mehr missen. 'Interstellar' ragt für mich nochmals aus Allem raus. Man verbindet traditionellen Metal mit Parts, die sich auch auf frühen Ufo- oder Scorpions 'Fly the the rainbow' hätten finden lassen. Musik, die eher zum Träumen anregt, als unbedingt die Party anzuheizen. Absolute Kaufpflicht. 'Nocturnal revelation' von 2001 (ebenfalls privat, 12tr, 64'14min) nennt sich der Nachfolger. Das computeranimierte Cover weckt erste Sorgenfurchen, man wird doch nicht ... ? Aber nein, alles in Butter. Man verbleibt auf bekannten Pfaden. Mit gleicher Mannschaft wie zuvor folgt ein Werk, das sich fast auf Augenhöhe zum Vorgänger befindet. Insgesamt erscheint das Album ein bißchen uniformer, schlägt aber die meiste Konkurrenz noch weit aus dem Felde. Anspieltip: 'Magnetic fields'. 'Once in a blue moon' (2007, privat, 12tr, 61min) ist das aktuelle Output und wartet zunächst mit einem sehr stimmungsvollen Cover und Besetzungswechseln hinter den Drums und am Bass aus. Dem Songwriting hat dies keinen Abbruch getan. Das Spektrum ist wieder eteas weiter. Ein sehr schönes Instrumental 'alien landscape' krönt ein gutes Album, dessen Genuss leider aber durch etwas zu vordergründige Keyboards und teilweise durch verzerrten Gesang zB bei 'Name your poison'  geschmälert wird. To the band: if you read this: No voice overdubs and less keyboard next time! An nen W123er aus 1. Rentnerhand baut Ihr doch auch keine weissen Blinker dran, oder? Sämtliche Werke der Band könnt Ihr über die Homepage bestellen, gerne auch mit Autogrammen. Es lohnt sich. Und solltet Ihr nen /8er, nen W123er oder W126er haben: KEINE weissen Blinker (Dirk) P.S: Bei nem W124er auch nicht!

Seventh Calling : "Monuments" (Melissa Records/Alive; 12/49:20)

Die beiden Gitarristen und Sänger Lance C. Lange und Steve Handel bilden quasi die Doppelspitze dieses US-Quartetts, das sich auf Bands wie Judas Priest, Iron Maiden, Dio, Fates Warning, Metal Church, Crimson Glory und Fifth Angel als Einflüsse beruft. Schwierige Mischung, würde ich sagen. Die frühen Fates Warning kann ich am ehesten heraushören, auch schimmern Metal Church ab und an durch. So scheinen mir Seventh Calling doch mehr im progressiven US-Metal unterwegs zu sein, als an die genannten NWOBHM-Ikonen zu erinnern. Ganz okay, aber kein "must have", sondern ein Optionskauf. (Ralph)

Sextiger: "Bad boys, power and some more..." (Rocktiger, 2002, 20tr)

Partyrock aus Österreich und er macht wirklich Freude. Die CD enthält die Frühphase der Band, das heißt die 7' Marianne (wie kann man seine erste 7' nur so nennen ?) von 1986, die zweite 7' 'Too late' von 1987 und die mittlerweile ebenfalls sehr rare LP 'Bad boys' von 1989, sowie 7 weitere tracks. Die Musik pendelt zwischen Accept, Motörhead, Status Quo und EAV. 'Black Knight' zu covern ist zwar eher mäßig originell, aber alles in allem hörenswerte 80er Partymucke. Chris Bauer ist ein wirklich passender Sänger mit Sex, Drugs and Rock and Roll in der Stimme. Mittlerweile schon schwer zu bekommende CD. (Dirk)

Sex Tiger: "No poodles" (AU, 1994, privat, 13tr, 43min)

Wir befinden uns im Juni 2008 und es fällt mir schwer, bei einer österreichischen Band nicht mit Witzen über den österreichischen Fußball anzufangen. Ich sage nur: nullpunkteausdreispielen.at. Aber hier geht es um Musik und zwar um wirklich gute. Das comedymäßig sexistische Cover und Songtitel wie 'No poodles' und 'Party poopers' lassen auf einen Stikky Fykk - Aufguß schließen, aber weit gefehlt. Es findet sich tolle melodische Songs in der Schnittmenge von Accept, Trance und Status Quo. Meine Anspieltipps sind 'Female terminator' und 'No poodles'. Ein Hammeralbum für jeden Melodic Fantiker wie mich. Diese Band hätte VIEL mehr Presse verdient, aber ihr funbetontes Image steht dem wohl im Wege. Mit 'Lady in black' und 'Too drunk to f***" von Holy Moses finden sich zwei Coverversionen. Die CD bekommt ihr nur bei der Band, es lohnt sich. DICKE KAUFEMPFEHLUNG. (Dirk)

Sex Tiger: "Live" (AU, privat, 2006, 18tr, 67min)

bietet Spaß pur und ist ebenso unverzichtbar wie alle Sex Tiger Werke. Es handelt sich um ein autentisches Livealbum, bei dem alleine die österreichischen Ansagen gewöhnungsbedürftig sind. Klassiker der Band (und sie hat ECHTE Klassiker) mischen sich mit originellen Coverversionen von 'For whom the bell tolls', 'Mercedes Benz' und 'Time warp'. Diese Bandbreite deckt die Band souverän ab, Spaß pur. (Dirk)

Sex Tiger: "Paws'n'stripes" (AU, privat, 2006, 14tr, 46min)

bietet wieder partytauglichen melodischen Metal oder Hardrock der Extraklasse. Minimal schwächere Songs als auf 'No poodles' zieren eine CD, die den Kauf lohnt. Ich kann nur wie so oft raten, aufgekochte Sch***e der Plattenfirmen lieber mal im Elektromarkt zurückzulassen und sich eine solche Privatpressung zuzulegen. Bei der kleinen Auflage ist der Raritätenstatus vorprogrammiert. Bei der wasweißichwievielten H***oween Platte ohne einen einzigen guten Song (also seit Deris) verpaßt ihr sowieso nichts. Totalausfall ist meines Erachtens aber der Rausschmeißer 'Scheißen gehn'. Irgendwie zündet der Humor von südlich des Weißwurstäquators hier im Pott nicht. Für alle anderen 13 Songs: gilt: Daumen nach oben (Dirk)

Shadowkeep : “The Hourglass Effect” (Melissa Records/Alive; 11/52:24)

Manchmal erlebt man ja doch noch Überraschungen. So auch an dem Tag, als ich diese CD aus dem Briefkasten fischte und in den Player schob. Obwohl dies bereits die dritte CD von Shadowkeep ist, hatte ich von der Truppe bislang noch nichts gehört. Das wird wohl ein Fehler gewesen sein, denn was mir da beim ersten Hören um die Ohren wehte, ließ mir dann doch vor Staunen die Kinnlade herunterklappen. Nach wenigen Minuten hatte ich das Gefühl, dass diese Scheibe auch gut von Heir Apparent zwischen „Graceful Inheritance“ und „One Small Voice“ hätte herausgebracht werden können. Das soll aber nicht heißen, dass die Jungs hier irgendwie abkupfern, nur als Anhaltspunkt mag diese Beschreibung für eine Band ganz gut herhalten, die melodischen US-Metal spielt und mit einem Sänger aufwartet, der (stimmlich) gut in die Höhe fliegen kann. Es gibt ja so einige US-Metal Bands von damals, die vom britischen Metal und insbesondere solchen Bands wie Iron Maiden oder Judas Priest geprägt wurden. Man denke da neben den eingangs genannten Heir Apparent auch an Queensryche in ihren Anfangstagen. Ab und an erinnert Frontmann Richie Wicks auch ein wenig an Rob Halford. Die Gitarren sind auch weltklasse und so manches Solo wird pfeilschnell abgefeuert. Auch dem Twin Guitar Sound wird ab und an gehuldigt . Einzelne Songs hervorzuheben fällt schwer, zumal es sich um ein Gesamtkunstwerk handelt, denn „The Hourglass Effect“ ist ein Konzeptalbum mit einer Science Fiction-Story, die sich Richie Wicks ausgedacht hat. Als Anspieltipps mögen das mit einem hitmäßigen Refrain ausgestattete „Riot On Earth“ für die schnelleren Songs und „Six Billion Points Of Light“ für die ruhigere Abteilung dienen. Dazu kommt noch eine ordentliche Produktion von Threshold´s Karl Groom und fertig ist ein Werk, das als Überraschungshighlight des Jahres gelten muss. Wer auf wirklich guten Heavy Metal steht, der muss sich dieses Teil auf jeden Fall in sein Regal stellen. Bei uns wandert die Scheibe jedenfalls als absoluter Pflichtkauf dauerhaft ins Archiv. Dazu heißt es jetzt erst einmal Ausschau halten nach den ersten beiden Scheiben der Band! (Ralph)

Shooting Star : "Circles"  (Frontiers/Soulfood; 10/52:05)Die Truppe um Gitarrist Van McLain existiert wohl schon seit 27 Jahren. Neu an Bord ist Sänger Kevin Chalfant (Ex-The Sorm, Two Fires). Während der Opener "Runaway" noch im Fahrwasser von Rainbow und Deep Purple schwimmt, klingt der Rest oft auch nach Journey und Kansas. Vor allem letztere schimmern oft durch, da mit Shane Michaels auch ein Violinist dabei ist und auch Kevin Chalfant auf dieser Scheibe verdammt oft an Steve Walsh erinnert. Rockige und besinnlichere Momente wechseln sich ab. Höhepunkte sind für mich unter anderem "Trouble In Pradise", "Temptation", "Without Love" und "We´re Not Alone". Pflichtkauf für Melodic Rock Fans. (Ralph)

Sick-U-R: "MMIV" (privat, 2004, 5 tr, 26'34min)

In jedem Mag wird der blöde Name der Band erwähnt, der überhaupt nicht zur Musik paßt, und was soll ich sagen, die Mags haben recht. Das nächste Album wird auch unter neuem Namen eingespielt. Die Musik klingt so, als hätten die Musiker die kompletten Werke von Gamma Ray, Uriah Heep, aber auch Night Wish im Schrank stehn, was ja kein Fehler ist. Auf fünf Songs wird Metal geboten, der irgendwie italienisch klingt, kein Wunder, wenn der Sänger Sandro heißt. Herausheben kann ich noch keinen Song, da gibt es noch Bedarf an Originalität. Dieser wird aber mit der nächsten CD nachgeliefert (s.u.) (Dirk)

Sick-U-R: "Zero hour" (privat, 2005, 8tr, 44'35min)

Man hat ein bißchen Savatage gehört, Steel Prophet und Leviathan (US) und von denen gelernt, wie man erstklassige Songs an den Start bringt. Versteht mich nicht falsch, hier sind keine Imitationen am Werk, sondern Musiker, die tolle Songs schreiben können, Der Gesang ist sehr sauber, manchmal gar opernhaft, die Instrumentierung abwechslungsreich und die Songs haben Wiedererkennungswert. Empfehlung und Kompliment. (Dirk)

Sieges Even : "The Art Of Navigating By The Stars" (InsideOut/SPV) (9/63:37)

Eine der Speerspitzen des deutschen Progressive Rock meldet sich mit einem fulminanten Album zurück. War das letzte veröffentlichte Album "Uneven" aus dem Jahre 1997 noch härter, eher Prog Metal, so spielen Sieges Even mittlerweile lupenreinen Progrock, von Metal keine Spur. Und das ist in diesem Fall auch gut so, denn das Ganze klingt reifer, melodischer. Dazu beigetragen hat auch der neue Sänger Arno Menses aus Holland, dessen Stimme mir gut gefällt. Der längste Song steht mit "The Weight" gleich am Anfang, nach dem witzigerweise quasi als Titeltrack bezeichneten halbminütigen Intro "Navigating By The Stars". Schön relaxt kommt der Opener daher. Da ist "The Lonely Views Of Condors" schon rockiger, aber alles im angenehmen Rahmen. Ich höre da schon kritische Stimmen, die genau diesen Schritt zu mehr Melodie und weniger Härte bemängeln werden. Mir gefällt diese Ausrichtung der Band ausgesprochen gut. So ist "Unbreakable" ein gutes Beispiel für Progrock mit rhythmischen Sequenzen, heftigen Riffs und dann wieder balladesken Tönen mit gezupfter Gitarre, ehe dann die Gitarre wieder verzerrt daher kommt. Das alles sehr eigenständig und nicht wieder der hundertste Aufguss auf die Vorlagen von Dream Theater. Schön auch "Blue Wide Open" mit Acapella-Intro. Einfach eine Scheibe zum Genießen. Ein Pflichkauf für alle Progrock-Fans. (Ralph)

Sifon: "2007" (CZ, privat, 13tr, 48min)

Tschechien's finest neben Kreyson melden sich mit einem Melodic Metal Hammer vom allerallerfeinsten zurück. 6 Alben haben die Tschechen bereits veröffentlicht, darunter den all time classic '100 hrichu'. Schwache Alben waren nie dabei, es findet sich auch hier melodischer Metal / Hardrock, der partykompatibel ist, gut ins Ohr geht und Melodien mit hohem Wiedererkennungswert liefert, dargeboten von Vollblutmusikern, die über jeden Zweifel erhaben sind. Waren schon die label-gepressten CDs fast unmöglich zu ergattern, so wird es bei diesem Meisterwerk noch schwieriger, aber seid sicher, die Suche lohnt sich. Laßt Euch nicht von dem Bandfoto, das das Cover 'ziert' abschrecken. Es weckt Assoziationen an die unsägliche Dumpf-TV-Serie 'Das Model und der Freak' oder vielleicht 'Bauer sucht Frau'. (Dirk)

Sinner : "Mask Of Sanity" (MTM/SPV; 12/49:51)

Mit dem neuen Album "Mask Of Sanity" orientieren sich Sinner stark an den Trademarks der Band. Soll heißen: jeder, der die Band zuletzt in den 80-er Jahren mit "Danger Zone" gehört hat, kann die Jungs auf jeden Fall wiedererkennen. Und das, obwohl aus dieser Zeit nur noch Obersünder Mat Sinner an Bord ist. Aber genau auf den kommt es ja - nicht nur als Namensgeber - maßgeblich an. Natürlich ist der Sound aktuellen Standards entsprechend und das Album daher gut produziert. Bereits im Opener "The Other Side" gibt es Twin Guitar-Anklänge, so dass ich von den Jungs am liebsten mal eine Coverversion von Thin Lizzy´s "Holy War" hören möchte. Hallo Mat, lässt sich das arrangieren? Irgendwie hat der Lizzy-Sound auch ein wenig Einfluss auf den Gesang von Mat Sinner gehabt, man höre nur "Diary Of Evil". Das ist mir am Anfang in den 80-ern gar nicht so aufgefallen. Aber auch die für Sinner typischen stampfenden Gitarren sind da. So muss Heavy Metal klingen. Eine absolute Top-Scheibe, die man sich als Metal-Fan einfach in den Schrank stellen muss! Klarer Fall für den dauerhaften Verbleib in unserem Archiv. (Ralph)

Skiltron 'The blind Harry Demo' (privat, 2007, CD&DVD, Promo, 2tr, 11'28min)

Ein wirklich schönes Promopaket haben die Folk Metaller aus Argentinien da geschnürt. Musikalisch begeht man Pfade, auf denen auch Mago de Oz und Tuatha de Danan wandeln, dies wird auch an der 8(!)-köpfigen Besetzung mit Tin whistle, bag pipe und Viola klar. Die Texte sind in englisch gehalten, die Songs epischund melodiös. Die beiliegende DVD bietet Songs, live Ausschnitte und viel Info-Material. Von dieser Band werden wir hoffentlich noch viel hören. Daumen hoch. (Dirk)

Slough Feg : “Ape Uprising!” (Cruz Del Sur Music/Alive; 8/37:37)

Was ist denn das? Die Untergrundkönige des Twin Guitar Sounds starten ihr neues Werk mit einem lupenreinen Doom-Song in “The Hunchback Of Notre Doom”. Der ist für Doom-Verhältnisse gut gelungen, deckt sich aber nicht mit meiner Erwartungshaltung an Slough Feg. Das zeigt aber auch, dass die Jungs um Sänger/Gitarrist Mike Scalzi immer auch für eine Überraschung gut sind. Ab dem folgenden „Overborne“ bieten Slough Feg dann wieder die gewohnte Kost: rohen Hardrock/Heavy Metal mit NWOBHM-Einflüssen und eben den typischen Twin Guitars. Ab und an lassen da schon mal die frühen Maiden grüßen, was die Instrumentalabteilung angeht. Das merkt man besonders, wenn längere Instrumentalpassagen mit Twin Guitars in einem Stück enthalten sind, ganz besonders im über zehnminütigen Titelsong, der ein echtes Highlight darstellt. Dass sie auch ganz anders können, stellen Slough Feg nebem dem Doom-Opener auch in dem stellenweise mit Akustikgitarren unterlegten „White Cousin“ unter Beweis, das aber natürlich auch heftige Gitarren und die Trademarks der Band aufweist. Diese Band verdient wirklich mehr Aufmerksamkeit und Verkaufszahlen. Dass sie dennoch bislang im Untergrund ihr Dasein fristen, kann sicher nicht an ihrer Musik liegen. Wer die Band kennt, der greift eh wieder zu. Allen anderen kann ich nur empfehlen, den Jungs eine Chance zu geben. Sie haben es verdient! (Ralph)

Sodom : "Sodom" (Steamhammer/SPV) (11/43:08)

Nachdem Sodom ja vor kurzer Zeit erst ihre erste DVD "Lords Of Depravity Part I" herausgebracht haben (übrigens ein netter Einblick in die Ruhrpott-Metalszene und ihre Entwicklung, die man heute mit manchem Schmunzeln nochmal Revue passieren lassen kann), veröffentlichen die Jungs um Tom Angelripper nun ein selbstbetiteltes neues Studioalbum. Das Line-Up Angelripper/Bernemann/Schottkowski bietet den Fans sicher nichts ungewöhnlich Neues, aber immerhin ein Album mit typischem Thrash Metal, für dessen Entwicklung seinerzeit sicher Slayer und Venom Pate gestanden haben. Daneben gibt es aber auch leicht andere Kost wie den stampfenden Rocker "Buried In The Justice Ground". Kurz und schmerzlos (unter drei Minuten) kommt hier auch der DVD-Titel "Lords Of Depravity" als Songtitel zum Zuge. Alles in allem machen Sodom nach wie vor keine Gefangenen und sicher auch keine neuen Freunde. Die alten Freunde werden das neue Album aber sicher willkommen heißen. Pflichtkauf für Fans der Band und solche, die es werden wollen. (Ralph)

Solemnity: "Shockwave of steel" (13 tr, 66min)

True'er kann Metal nicht mehr sein. Ein Metalcover, bei dem Manowar Pate standen, typische Metaltexte, ein Tempo, das echte Heaviness verbreitet, eine gelungene Produktion, einprägsame Songs und das Ganze als Privatpressung. Solemnity sind keine Turnbeutelvergesser, sondern echte Metaller. Und zur Krönung eine Coverversion von Aria in russischer Originalsprache gesungen. Danke!!!! Kaufen, und wenn Ihr schon dabei seid, nehmt die anderen CDs auch. (Dirk)

Solemnity: "Another bloody sabbath" (privat, 6tr, 31min)

Das aktuelle Werk von Solemnity ist ein Mini-Album mit 6 tracks. Das Cover ist etwas simpler gehalten, als wir es gewohnt seid, aber der Inhalt ist gewohnte Meisterklasse undergroundigen Metals. 'Hache de guerre' ist eine Eigenkomposition auf französisch, es folgen ein neues Stück, ein Manilla Road Coversong und einer von Cirith Ungol, sowie 2 hörbare Livestücke. Alles in allem ein Pflichtkauf. (Dirk)

Source Of Silence : "Reborn" (Eigenproduktion/erhältlich über www.source-of-silence.de; 10/56:59)

Source Of Silence stammen aus deutschen Landen und sind eigentlich schon seit 1990 aktiv, allerdings die meiste Zeit unter dem Namen Sin Nombre. Unter diesem Namen veröffentlichte man zwei Alben namens "Way To Ipeerias" und "New INtelligence". Seit 2007 firmiert die Band unter dem jetzigen Namen Source Of Silence, der irgendwie auch besser zum Metal passt. Treibende Kräfte hinter der Band sind die beiden Gitarristen und Gründungsmitglieder Dieter Schwarz und Markus Sauter. Seit 2006 ist Sänger Oliver Gantert mit an Bord, der vormals bei Painful Truth seine Stimmbänder malträtiert hat. Das er das ganz gut kann, beweist Oliver auch auf dieser CD. Er versteht es, seine Stimme im Sinne des Metals bis an die Grenzen auszureizen und klingt dabei melodisch, ohne dass dies in irgendeiner Weise den Vorwurf der Kommerzialität auslösen würde - eben ein metalmäßiger Shouter und kein Opernsänger. Irgendwie erinnert er mich an jemanden, besonders wenn er heftig in die Höhen kreischt. Komme ich aber jetzt nicht drauf. Musikalisch beschreiben die Jungs ihre Musikrichtung selbst mit einem Hauch von Speed und Power, einem guten Stück Melodic und Progressivität, gemischt mit melancholischen Strukturen. Bevor man eigene Songs unter dem neuen Namen aufnahm, coverte man diverse Metal-Bands wie Dream Theater, Iron Maiden und Slayer. Die ersteren beiden haben sicher viele Bands beinflusst und sind auch sicher hier Pate für den weiteren Werdegang gewesen. Slayer höre ich dagegen nicht als Einfluss heraus. Ich finde ohnehin, dass mich dies stärker an typischen US-Metal der melodischen Art, zumeist im Midtempo gehalten, erinnert. Aber auch der ist ja von Maiden beeinflusst, ohne dass dies an jeder Stelle herauszuhören ist. Überhaupt dürften die Jungs eine Empfehlung für Freunde epischen, melodischen US-Metals sein. Ungewöhnlich gut für eine Eigenproduktion ist übrigens die Aufmachung mit einem Booklet mit allen Songtexten - und zwar auf mehreren Seiten (!) und nicht kleingedruckt auf einem klappbaren Faltblatt wie dies ja leider selbst bei professionellen Veröffentlichungen der Fall ist. Also braucht ihr die Lupe hier mal nicht. Ungewöhnlich ist auch, dass an vierter Stelle bereits mit "S.O.S" ein Instrumental platziert ist, was aber trotz über siebenminütiger Dauer zu keiner Zeit langweilig wird. Danach darf Sänger Oliver Gantert bei dem balladesken "Turned To Stone" vollen Einsatz zeigen - sehr gelungen. Auch das folgende "Reborn" ist eher episch getragen in ähnlichem Fahrwasser, was der Band aber ausgezeichnet zu Gesicht steht. "Soul Healer" besteht dann aus vielschichtigen, abwechslungsreichen Parts mit wechselnden Tempi. Das gleiche gilt auch für "Veritas Copium". "Kingdom Of Silence" ist dann experimenteller, mehr progressiv, bietet vor allem auch Frank Eichkorn am Bass die Gelegenheit Akzente zu setzen. Bevor ich einen vergesse: auch Peter Sauter am Schlagzeug braucht sich hinter seinen Kollegen sicher nicht zu verstecken. Nachdem ich ja vorhin den Anfang des Albums ausgelassen habe, sei gesagt, dass der Opener "Follow Me Astray" und das folgende "Fairy Dance" allein tempomäßig etwas heftiger daherkommen, ehe "Moonless Night" die Einleitung zum die Scheibe im Wesentlichen dominierenden Midtempo darstellt. Mit "Goodbye Come True" setzen Source Of Silence einen guten Schlusspunkt unter eine interessante CD für alle Freunde von echtem Metal abseits aller Klischees, bei dem Härte und Melodie sich nicht ausschließen, ohne dass es in irgendeiner Weise kommerziell wirkt. Was mich jetzt noch interessieren würde, ist wie wohl die Veröffentlichungen unter dem alten Namen so klingen. Vielleicht schaue ich mal auf www.source-of-silence.de nach, macht das am besten auch gleich mal. Da könnt ihr auch gleich die CD ordern, denn wer das für den Wahnsinnspreis für 6 EUR bei dieser Qualität - Aufmachung und Musik - nicht tut, dem können wir auch nicht mehr helfen! (Ralph)

Dem ist nichts hinzuzufügen, Daumen hoch. (Dirk)Spank : „Get Bent“ (self-produced/Two Side Moon Promotions; 10 tr./33 min.)

Spank is a hard rock quartet from North Carolina/USA. This is the second album, the first one is is called “The Monkey”. All four members are sharing vocal duties. As influences they quote classic hard rock heroes like Led Zeppelin, Kiss, Queen, Black Sabbath, Van Halen and with the Foo Fighters also a “younger” band. The mixture of these influences – classic hard rock on the one side and alternative hard rock on the other side - is a pretty good description for Spank´s sound. With the multi-part vocal harmonies they add a unique element and show originality. This is solid hard rock with dynamic guitar riffing and a pounding bass. More informations you´ll get via www.spankonline.com. (Ralph)

Spittin Jonah: "Louder thank hell" (privat, 2000, 13tr, 54'27min)

Vor 6 Jahren erschien in den USA eine nicht weiter erwähnenswerte Metal-Eigenpressung mit 13 Songs ohne Wiedererkennungswert. Warum ich dann eine Kritik schreibe, weil der Nachfolger (s.u.) ein Hammer ist... (Dirk)

Spittin Jonah: "Sphere of resistance" (privat, 2005, 8tr, 39'11min)

Erstaunlich, es ist die gleiche Band wie 5 Jahre zuvor und doch ... erst mal sind sie auf dem Photo alle mächtig in die Breite gegangen, aber das Songwriting Gott sei Dank auch. Aus uninspiriertem Durchschnitt wurde ein tieferer, druckvoller Sound, das Songwriting ist mittlerweile die Stärke der Band, man bewegt sich zwischen Manowar und frühen Wizard, bleibt immer im Midtempo und schafft Songs mit Identität, HEAVYness und Power. Alles richtig gemacht. (Dirk)

Spock´s Beard : "Spock´s Beard" (InsideOut/SPV; 14/77:13)

Der Einstieg mit "On A Perfect Day" ist noch klassischer Prog, wie man ihn eben von SB kennt. Doch mit ihrem neunten Studioalbum bieten SB weit mehr als nur ein weiteres Prog-Album im typischen Fahrwasser. Mit dem nunmehr dritten Album nach dem Weggang von Neal Morse haben die Jungs wohl endgültig zu "ihrem" Sound gefunden. Der beinhaltet natürlich immer noch die bekannten Trademarks, ist aber bei einigen Titeln direkter, ja rockiger könnte man sagen. Böse Zungen würden sagen: nicht so kompliziert und vertrackt. Beispiele für diese neuen Gehversuche sind der straighte Rocker "Is This Love" mit einer Spielzeit von gerade mal 2:51 Minuten und das blusig angehauchte "Sometimes They Come, Sometimes They Go". Doch keine Angst: die Longtracks, ausschweifende Passagen und die Mellotron-Klänge bleiben erhalten. Mit "As Far As The Mind Can See" ist auch ein 17-minütiger, in 4 Stücke unterteilter Konzeptteil dabei. Zusammenfassend kann man sagen: typisch SB mit einigen neuen Elementen, die das Werk bereichern und ihm eine eigene Position im Gesamtwerk der Band sichern. Pflichtkauf für alle Proggies und natürlich ein Tipp für alle Aufgeschlossenen. (Ralph)

Stairway : "The other side of midnight" (privat; 11tr / 61min)Melodischer Metal aus England, jenseits allen Tralalas bieten Stairway auf Ihrem 4. und bisher besten Album. Lange eingängige Songs, die ein bißchen Whitesnake, etwas NWOBHM und einen Schuß US Metal beinhalten. Interessante und abgedruckte Texte runden eine CD ab, die aufgrund ihres Status als Privatpressung nie die ganz große Aufmerksamkeit bekommen wird. Aber dafür sind wir ja jetzt da. (Dirk)

Starr, Fog and Steele - Smokestack lightning (privat, USA , ca 1990, 10tr, 46min)

Irgendwie können Jack Starr und David de Feis doch nicht voneinander lassen, trotz aller Querelen der Vergangeheit. Dieses Album ist NIE offiziell irgendwo erschienen und existiert nur in einer Miniauflage für Freunde der Musiker. Und das ist auch gut so. Es findet sich leider extrem unterproduzierter Melodic Rock ohne besondere Höhepunkte. Ausnahme ist für mich das Def Leppard - mäßige 'Dancing on the edge', das bei besserer Produktion durchaus Hitpotential hätte. Herausragend wie immer die markante Stimme von David. (Dirk)

Starr, Jack - The sacred Demos / Majestic Steele (privat, 1997/2001)

Eine äußerst obskure CD, die ich nur einmal im Leben gesehen und für ne unverschämte Summer gekauft habe. 'The sacred Demos' sind 4 tracks aus dem Jahr 1997 mit David de Feis am Gesang und bieten 4 Juwelen, die auf jedem guten Virgin Steele Album stehen könnten. 'Rain of fire' wurde später von David auf der 'House of Atreus' noch mal verwurstet, klingt hier aber noch deutlich anders. 'Final days' ist ein toller Uptempo-Rocker, 'Hellfire woman' überzeugt eher durch die ruhigeren Bridge-Parts, wie viele Virgin Steele tracks auch. 'The chosen ones' ist noch mal ein Metalhammer vor dem Herrn. Schade, daß diese Lieder nie einer nennenswerten Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden. Danach folgen 7 tracks aus dem Jahre 2001, leider mit Chris Collins am Mikro. Sonst ein überzeugender Sänger, fällt er hier gegen David deutlich ab und liegt öfter neben als auf dem Ton. Mit 'Burn the sun' und 'Go down fighting' wurden hier 2 Songs aus der Virgin Steele Vergangenheit gequält und dann zeigt man noch, wie die Songs der 'Sacred Demos' mit schlechtem Gesang klingen. Kuriose Idee. Mit 'Stand alone' findet sich noch ein neuer Song, über den man problemlos den Mantel des Schweigens breiten kann. Die CD lohnt sich aber auf jeden Fall wegen der ersten 4 tracks, falls Ihr sie je zu Gesicht bekommt. (Dirk)

Steel Assassin: "War of the eight saints" (Sentinel Steel 2007, 11tr, 64'16min)

Ein Fabelwerk des Metal, der Höhepunkt am Ende des metallischen Jahres. So fasziniert war ich schon lange nicht von einer CD. Überragende Kompositionen, überlange tracks gekrönt vom abschließenden Titelstück. Komplexe melodische Songs, zwei unglaublich gute Gitarristen und die bekannt souveräne Stimme von Phil Grasso zeigen, daß man auch im Bereich klassischen Metals noch immer Platten aufnehmen kann, die absolute Pflicht sind. Diese CD darf man nicht verpassen. Textlich hält man sich im Fantasybereich, umschifft aber gekonnt alle Platitüden, Steel Assassin klingen nur nach Steel Assassin. Eindeutig der bisherige Höhepunkt im Schaffen Phil Grassos. Das Artwork von Sentinel Steel ist wie immer professionell und ansprechend, kann aber nicht ganz die gebotene musikalische Qualität wiederspiegeln. Ihr könnt die CD bei Phil Grasso und seinem Label GMT direkt bestellen, vergeßt dann nicht auch die anderen CDs, auch die von Madd Hunter mitzuordern, Ihr werdet es nicht bereuen. 100% (Dirk)

Matthias Steele: "Resurrection" (privat 2007, 11tr, 61:44)

Privatpressung ist hier wörtlich zu nehmen, es handelt sich um eine bedruckte CD-R mit einem selbst ausgedruckten 2seitigen Booklet. Erwartet also bitte kein Pop-up-Digipak mit Bonus DVD. So jetzt zum Wichtigsten: der Musik. Die ist nicht von schlechten Eltern, typischer 80er Jahre US Metal. Das ist allerdings auch kein Wunder, stammt sie doch auch aus dieser Zeit, die Band ist schon lange am Start und versammelt hier ihr bis dato gesamtes Material, wer auf Bands wie Manilla Road mit einem Schuss mehr Eingängigkeit oder die seligen Lester Maddox steht, wird hier sicher nicht enttäuscht, das ganze abgerundet mit einer Prise Mercyful Fate. Fans von Korn oder Filter sollten hier eher Abstand halten, das gilt aber eigentlich auch für diese ganze Website. Zu bestellen bei der Band, im Media Markt Eures Vertrauens braucht Ihr gar nicht erst danach zu suchen. (Dirk)

Stormbringer: 'Stormbringer' (privat, 2007, 7tracks, 48min)

Ganz schön mutig, sich nach dem 'späten' Meisterwerk von Deep Purple zu benennen und ebenso mutig ist es, ein schlichte düsteres Cover vorne drauf zu packen. Der Inhalt aber ist ein echter Hammer, für mich die beste Eigenpressung des letzten Jahres. Die Musik erinnert tatsächlich an das Purple-Meisterwerk, sogar die Coverversion 'Mistreated' weiß zu überzeugen, insbesondere da die Band diesem Übersong noch eine eigene Note verleihen kann. Das gilt für das ganze Album. 'Gates of Marakesh' ist ebenso ein hammermäßiger 70er Jahre Song. Und man tritt hier nicht wie eine Coverband auf, sondern auch noch sehr eigenständig. Es findet sich ein Booklet mit allen Texten. Ein uverzichtbares Album für Fans von Purple, frühen Whitesnake und Led Zep. Let the good times roll... (Dirk)

Stormgarde "Stormgarde" (privat 4tr, 18'07 min)

Eingentliches Zuhause dieses Demos ist das Internet, denn von der Bandpage kann man es kostenlos herunterladen. So ist das wohl gedacht. Die CD-Version ist vom Äußeren eher spartanisch, ist aber wohl auch gar nicht hauptsächlich beabsichtigt. Für ältere Menschen wie mich macht die Band aber mal ne Ausnahme. (Nein, es ist eine CDR, keine Schellack-Platte, so alt nun auch wieder nicht) 4 Titel epischen melodischen Metals mit weiblichem Gesang erinnern musikalisch eher an Gamma Ray als an Nightwish. Die Stimmung der Songs ist eher positiv, die Songs sind ausgefeilt und akzeptabel produziert, außerdem kommen die aus Recklinghausen, datt muß ja gut sein, sach ich ma! (Dirk)

StormWarrior : "Heading Northe" (Dockyard1/Soulfood; 11/45:22)

StormWarrior legen mit "Heading Northe" bereits ihr drittes Album vor und huldigen vom Image her der nordischen Mythologie. Musikalisch klingen sie eher wie eine Weiterentwicklung früher Helloween zu "Walls Of Jericho"-Zeiten. Genau dieser Ära haben sie wohl auch schon zusammen mit Kai Hansen gehuldigt und mit ihm Klassiker dieser Zeit live gespielt. Wenn man dann sieht, dass Piet Sielck dieses Album gemixt und Tommy Hansen das Mastering besorgt hat, dann weiß man, wo der Hase lang läuft. Anders als Kai´s Truppe Gamma Ray als legitimer Nachfolger der frühen Helloween selbst gehen StormWarrior bei der Verwaltung dieses Erbes noch direkter zu Werke, sind aber sicher artverwandt zu Gamma Ray. Ich würde aber sagen, dass die Bands sicher eher ergänzen als konkurrieren (den Wettstreit kann man ja auch nicht gewinnen, wenn das Original mit Kai Hansen noch mitmischt). Außerdem haben StormWarrior einen epischeren Touch und sind den ein Pflichtkauf für Fans des teutonischen melodischen Speed Metals. (Ralph)

The Street : "The Divine Debauchery" (Artist Service/Music Buy Mail; 12/48:36)

The Street stammen aus den USA, genauer gesagt aus Salt Lake City, Utah. Die 5-köpfige Truppe hat bereits 1997 ihr Debutalbum veröffentlicht und "The Divine Debauchery" ist bereits das sechste Album der Band. The Street spielen typischen US-Hardrock und sind auch schon mit allen Bands von Rang und Namen wie Warrant, Great White, Dokken, Lillian Axe und Skid Row aufgetreten, um nur einige zu nennen. Mir ist besonders die Ähnlichkeit zu Skid Row und deren ersten beiden genialen Werken aufgefallen, besonders die Nähe zu "Slave To The Grind". Daneben hat die Stimme des Sängers für mich irgendwie einen leichten Paul Stanley-Touch. Mit einigen modernen Elementen garniert schaffen es The Street dann auch, eine gewisse Eigenständigkeit über die Ziellinie zu retten. Ob man sich das Album aber angesichts der großen Konkurrenzangebote zulegt, sollte neben dem Geldbeutel sicher auch eine Hörprobe entscheiden - letztere ist ja in Zeiten des Internets einfacher als früher, wo man oft vergeblich beim Plattenhändler Ausschau halten musste. Ach ja: das Cover ist zwar originell mit der Lady mit Engelsflügeln, die frustriert ne Zigarette raucht (dürfen Engel sowas?) und den Slip lässig auf einen Fuss hat runterrutschen lassen (bestimmt für Engel auch verboten - und überhaupt: brauchen Engel Slips?), dafür "glänzt" das Booklet aber als Schmalspurversion als 4-Seiter ohne Texte. Auch darauf achten Käufer heutzutage. Also unterm Strich bleibt musikalisch ein positiver Eindruck, den ich mal als Optionskauf werte. (Ralph)

Stygmata: "Bleed" (Karma, 9 tracks, 36'24 min)

Kathie Jarra von der eher melodischen Band Jarra ist zurück mit einer Mischung aus Doro und The Great Kat. Oder besser gesagt, mit rauhem Thrash Metal mit weiblichem Gesang. Ein atmosphärisches Cover, eine Slayer - Coverversion 'Spill the blood' und ihr ziemlich unverwechselbarer Gesang machen das Album für Genrefans interessant, für den auf Melodien bedachten Metaller aber eher nicht. (Dirk)

Survivor : "Reach" (Frontiers/Soulfood) (12/54:00)

Lange genug mussten wir auf eine richtige neue Survivor-Scheibe warten, datiert doch der letzte Streich "Too Hot To Sleep" aus dem Jahre 1988. Danach gab es zwar noch das unter "Jimi Jamison´s Survivor" herausgebrachte "Empires", das aber ob des Fehlens anderer Mitglieder eher ein Soloalbum des Sangesbarden war, wenn auch beileibe kein schlechtes. Auf "Reach" sind neben Jamison nun zumindest mit Gitarrist Frankie Sullivan und Schlagzeuger Mark Droubay zwei weitere altgediente Recken mit an Bord. Der Einstieg in das Album ist mit dem Titeltrack sowie dem auch im neuen "Rocky"-Film zum Einsatz kommenden und besonders gut abgehenden "Fire Makes Steel" klassisch. Danach folgt mit "Nevertheless" der erste von zwei Songs, die Gitarrist Frankie Sullivan singt. Später ist er nochmal bei "Talkin´ ´Bout Love" zu hören. Gegenüber Jimi Jamison zieht er natürlich den kürzeren, doch passt seine Stimme immer besser zu den Songs, je öfter man sie hört. Besonders "Talkin´ ´Bout Love" ist schön eingängig, hat eigentlich alle klassischen Trademarks inklusive starken Hooklines. "Seconds Away" ist dann erstmals ruhiger. Überhaupt stellt das Album eine Mischung aus rockigeren Songs einerseits und nennen wir es mal besinnlicheren Songs andererseits dar. Meiner Meinung nach hätten Survivor den Anteil der besinnlicheren Songs ruhig mehr zurückfahren und mehr rockigere Songs bringen können. Die Album-Klassiker von Survivor kamen oft auch mit ein bis zwei Balladen aus. Mit "Gimmie The Word" und "I Don´t" sind auch noch starke rockigere Songs dabei, die allerdings nicht gerade unbedingt mit Survivor-typischen Hooklines aufwarten,aber trotzdem überzeugen. Unterm Strich ist "Reach" ein gutes Album, das sicher einen Pflichtkauf für alle Fans des Melodic Rock darstellt. Ein gelungenes Comeback, das allerdings nicht an meine Top 3 ("Eye Of The Tiger", "Vital Signs" und "Too Hot To Sleep") heranreichen kann. (Ralph)

Sympathy For Nothing : “Living Shades“ (Eigenproduktion/www.sympathyfornothing.com; 4/13:31)

Sympathy For Nothing kommen aus Oberösterreich und haben sich nach eigenen Angaben dem Melodic Metal Rock gewidmet. Mit den Stilbeschreibungen ist das immer so eine Sache, denn manchmal verwirren diese oftmals benutzen Wörter nur. Genauso geht es mir mit SFN, denn bei Melodic Metal Rock denke ich unweigerlich an Melodic Metal oder Melodic Rock, eben das, was typischerweise von solchen Plattenfirmen wie Frontiers Records zigfach veröffenlticht wird. Wer solche Musik gerne hat, der wird bei SFN vermutlich nicht das unter Melodic Metal Rock finden, was er sich darunter vorstellt. Denn die fünf Jungs aus Österreich frönen da schon eher einer moderneren Variante von melodischem Rock und Metal, bei der neben dem durchaus melodischen und Gesang von Richard J. Thallinger ab und an auch Growls dazwischen eingestreut werden, die vermutlich von Gitarrist Thomas Putz stammen, der laut Info auch für „Shouts“ verantwortlich ist. SFN wechseln gekonnt zwischen ruhigen, teils nur mit Pianoklängen untermalten Passagen und richtig heftigem Riffgewitter. Natürlich gibt es auch heftige Passagen mit Piano-artiger Untermalung. Insoweit sind die Keyboards von Klaus Schobesberger, der auch für Effekte und Samples verantwortlich ist, schon auch mit stilprägend. Den Rest besorgen übrigens Christian Danninger am Bass und Martin Wagner am Schlagzeug, der den Award „Best Young Drummer Austria 2008“ gewonnen hat. Auch die Band hat schon eine Auszeichnung erhalten und hat den „International Live Award 2008“ gewonnen, bei dem 1.000 Bands aus sechs Ländern um den Sieg gerungen haben. Daneben war man im Finale von „Local Heroes 2008“. Als Studiolebenszeichen gibt es nun ein Digipak mit den vier Songs „Little Something“, „Roads To Rome“, zu dem auch ein Video im enhanced part enthalten ist, „Remedy The Mess“ und „D.F.M.H.“, was die elegante Abkürzung für don´t fuck my heart ist, dem im Song noch ein dezentes bitch hinzugesetzt wird. Letzterer Song ist richtig heftig und hat mehr Growl-Parts. Wer auf modernere Metalausrichtungen steht, die einerseits die Melodie a´la Linkin Park oder HIM nicht vermissen lassen, aber andererseits auch auf richtig harte Klänge setzen und dabei stellenweise wie in „D.F.M.H.“ vor allem mit Riffs und Growls bis in Death Metal Bereiche abdriften, der ist hier wohl an der richtigen Adresse und sollte mal unter www.sympathyfornothing.com reinsurfen. (Ralph)

Taletellers: "The missiles of mercy" (D, privat, 4tr, 17min)

Melodisch und modern stellt sich dieser Debut-Appetizer dar, rifforientierter Metal mit einem Touch Stoner Rock. Laßt Euch nicht von einem Song namens 'Bad motherfucker' abschrecken. Der Song reißt zwar nach untern aus, hat aber nix mit Rap am Hut. Ich bin gespannt, auf das, was von den Taletellers noch folgt. (Dirk)

Talisman : "7" ((Frontiers/Soulfood; 11/45:37)

Bei den Herren Soto, Jacob & Co. Kann man sich auch bei der "7" Gott sei Dank kürzer fassen, denn wieder einmal legen Talisman ein starkes Machwerk mit erdigem melodischen Hardrock erster Güteklasse vor. Das fängt bei dem Opener "Falling" an, geht mit dem potentiellen Hit "Nowhere Fast" in typischer Talisman-Manier weiter über funkige Elemente in "Succumb 2 My Desire" bis zum Schluss mit dem getragenen, balladesken "Back 2 The Feeling". Sicher bleiben die ersten beiden Talsiman-Scheiben immer noch die herausragenden Werke für die Ewigkeit für mich, doch auch "7" ist ein Pflichtkauf. (Ralph)

Tanelorn: "Promo 05" (privat / 3tr / 15:08)

Aus der Schweiz kommt / kam diese formidable Truppe, die mit dieser raren Promo leider bisher den Schlußpunkt unter ihr Schaffen gesetzt hat. Die ersten beiden CDs waren schon zum Zeitpunkt ihrer Entstehung Anfang der 90er Jahre schwer zu kriegen und wenn ich meinen damaligen Briefwechsel mit der Band erinnere, gaben sie ihre Werke auch gegen Geld eher widerwillig bzw sehr schleppend einer handverlesenen Öffentlichkeit preis. Wenn Ihr die CDs entdeckt mitnehmen, sie erinnern entfernt an frühe Blind Guardian - genau, als die noch gut waren. Die Promo von 2005 geht ein wenig heftiger zu Werk, ist musikalisch über jeden Zweifel erhaben, ohne die plattgetretene Vokabel vom Power Metal mißbrauchen zu wollen, fälllt mir keine bessere Charakterisierung ein. Der Gesang trifft nicht jeden Ton 100%ig, falls ihr der CD angesichtig werdet, nehmt sie aber bitte mit, ihr werdet es nicht bereuen. (Dirk)

The Tangent : "Not As Good As The Book" (InsideOut/SPV; 7/50:48 + 2/43:59)

Das vierte Album der Retro-Progger ist ein Konzeptalbum und basiert auf einem von Mastermind Andy Tillison geschriebenen Roman selben Namens, der wohl auch separat bzw. mit der Special Edition erhätlich ist. Ungewöhnlicherweise sind die Songs für die Verhältnisse der Band - gemessen an den ersten drei Alben - erstaunlich straight und eingängig. Von den sieben Songs auf der ersten Disc finde ich persönlich den dritten und den sechsten Song weniger gut, da beide ein wenig ruhiger sind. Irgendwie wandeln The Tangent hier stärker auf den Spuren von Yes als sonst. Klingt aber gut. Alle Die hard-Proggies werden wohl mehr von den beiden Longtracks auf der zweiten Disc begeistert sein. Also ist für alle etwas dabei. Ein guter Optionskauf für alle Fans von progressiver Rockmusik. (Ralph)

Teaser : „No Big Deal“ (Demo-MCD/Two Side Moon Promotions; 3/17:30)

Teaser are from Sweden and play melodic rock. This 3-track-CD-R seems to be something like an appetizer for the full album to come, which will be a soundtrack for a movie called “Back Both Ways” – an independent Hollywood movie featuring Will Barnhart, that will eventually be made into a trilogy series. All three songs from “No Big Deal” will also appear on that soundtrack. So let´s talk about the music: Teaser play melodic rock with heavy guitars and they sound less Swedish but more American. The first track “Tease Her” is quite ok, but “Make Up Your Mind” and “Guilty Of Love” are better stuff. If you like US melodic hard rock from the 80´s you should take a listen. More information you´ll get via www.teasersweden.com or www.myspace.com/teasersweden. (Ralph)

Thor: "an.THOR.logy - Ride of the chariots" (privat, 1997, 13tr, 44min)

Thor hatte ich noch aus den 80er Jahren mehr oder weniger gut für Muskeln, Cover mit hübschen Mädels und mäßigen Metal in Erinnerung. Habe also bei der homepage sämtlich erhätliches Material der Band bestellt, das war wohl ein bißchen überstürzt. Die Anthology enthält Raritäten, Demos und ähnliches, das aber besser im Verborgenen geblieben wäre. Das Songmaterial ist sehr mäßig, der Sound selbst für die frühen 80er unter aller Sau und statt Booklet gibt es ein Einlegeblättchen (Dirk)

Thor / Coalition Shane "Keepin' the dogs away" (Carmichael, 1997, 20tr, 41min)

Und noch mal ins Klo gegriffen. Coalition against shane klingen wie eine Mischung aus schlechten Anthrax und schlechten Punkbands, no points. Die paar Thor Songs bieten nix besonderes, einzig interessant, der Mini-KLassiker 'Thunder in the tundra' (Dirk)

Thor: "Dogs II" (Groove, 2001, 9tr, 40min)

Wieder nix (Dirk)

Thor: "Devastation of musculation" (Smog Veil, 2005, 10tr, 37min)

Schönes Cover, tolle Songtitel (Union of power) und wieder mäßige Songs, diesmal besser instrumentiert. (Dirk)

Thor: "Against the world" (Smog Veil, 2006, 11tr, 43min)

Warum ich all diese Rezensionen über schlechte Alben schreibe? Weil es jetzt ernsthaft besser weitergeht! Stilistisch hat man sich von gewohntem Rumpelmist abgesetzt und wandelt nun auf den Spuren härterer Kiss-Songs. Filigranes a la Rush darf man nicht erwarten, aber brauchbare Songs, bessere Leihmusiker und wieder ein sehr schönes Cover. Erstmals in der langen Discography von Thor: kann man haben, muß man aber nicht (Dirk)

Thor: "Into the noise" (Sudden Death, 2007, 11tr, 38min)

Und noch mal eine Besserung im Hause Thor. Ein Album mit durchweg guten Songs, sogar ein 'guitar wizard' track darunter. Steve Price ist jedenfalls ein erstklassiger Techniker. Und man staunt nicht schlecht über ein Booklet mit Texten, Kaufempfehlung (Dirk)

Thunder : "Robert Johnson´s Tombstone" (Frontiers/Soulfood; 11/52:46)

Thunder legen auch mit ihrem nunmehr dritten Album nach dem Comeback ein Album vor, das keinen Freund von bluesigem Hardrock enttäuschen dürfte. Wenn ich jedoch all die euphorischen Kritiken einiger Magazine mit meinem eigenen Höreindruck abgleiche, komme ich zu dem Schluss, dass hier kein Hammeralbum abzufeiern ist, sondern Thunder "nur" ein ordentliches Album abgeliefert haben. Darüber würde sich sicher manch andere Band freuen. Der erste richtige Kracher ist für mich das fünfte Stück "The Devil Made Me Do It", das mit einigen "Highway To Hell"-Reminiszenzen daherkommt, aber doch originell genug ist. Das folgende "Last Man Standing" weiß mit "Kashmir"-artigem Riffing zu überzeugen. Auch die letzten vier Stücke "Andy Warhol Said", "What A Beautiful Day", die Ballade "It´s All About You" und der Rausschmeißer "Stubborn Kinda Love" (mit "Sweet Home Alabama"-Gedächtnisriff) sind über dem Durchschnitt. Doch sechs Stücke von insgesamt elf machen kein Überalbum aus diesem Werk. Wohl ein Pflichtkauf für Thunder-Fans, für alle anderen eher ein Optionskauf. (Ralph)

Tierra Santa : "Mejor Morir En Pie" (Locomotive/Soulfood; 11/41:56)Seit geraumer Zeit huldigen Tierra Santa ja nicht mehr wie zu Anfang noch Iron Maiden, sondern eher dem traditionellen Hardrock a´la Rainbow & Co. Daneben haben sie auch ihren eigenen Touch. Oftmals hört man Twin Guitar-Harmonien, einzeln wandern die Gitarren gerne auf den Spuren von Ritchie Blackmore. Der Hitfaktor ist extrem hoch und fängt gleich mit dem Titeltrack als Opener an, stark auch z.B. "Magia". Interessant ist auch der Bonustrack "Himno A La Alegria", eine an Rainbow angelehnte Bearbeitung der "Ode an die Freude" von Beethoven. Wer auf klassischen Hardrock steht und sich nicht an den spanischen Texten stört - was man nicht sollte - der muss hier einfach zugreifen. Pflichtkauf! (Ralph)

ToJa : “Train Of Life” (Avenue Of Allies/Promo: Two Side Moon Promotions; 10 tr./51 min.)

This is the third album of ToJa, a German hard rock band. ToJa released their first album called “First Step” in 1999 and the second one called “The Spirit Of…” in 2006. The band´s name is a combination of the first names of founder members Thomas “Tommy” Rinn (vocals) and Jan “JJ” Thielking (guitars, keyboards). Bass player Oliver “Ole” Dietz and drummer Tim Dierks complete the band. The songs are well produced, often with orchestral arrangement, which adds a bombastic factor to the music. There are ballads like “Just a Love-Song” and “Hold My Hand” – a duet with Tommy and his daughter Melanie – and rockers like “Slave To The Machine” or “Night To Remember”. There are also a lot of mid-tempo tracks like “First Love” with a Gospel intro or “No Cross” with a kind of Gregorian-like intro chant. But despite the variety and ability of the involved musicians according to my musical taste the material is a little bit too over-arranged and lacks of simple melodies. In other words: this album is an ambitious work, but to me it is a little bit to constructed, not easy to listen to. (Ralph)

Tornapart : “Ghost X-35” (Eigenproduktion; 7/21:39)

Tornapart stammen aus Deutschland, genauer gesagt aus dem Aachener Raum. Das bereits 2005 gegründete Septett mit zwei Sängern, zwei Gitarristen sowie daneben Bass, Drums und Synths veröffentlicht nun in 2009 seine Debüt-EP. Laut eigener Aussage steht Tornapart für eine experimentierfreudige Mischung aus Metal und Industrial. Das kommt schon ganz gut hin, den neben dem brachialem Metal setzt die Band vor allem auf düstere Klänge, die man als Metal-Fan eher der dunklen Elektro-Szene zuordnet und die eher in solch Gazetten wie Sonic Seducer oder Zillo als im Rock Hard oder Heavy besprochen wird. Dass diese Fusion zweier Musikrichtungen funktionieren kann, beweisen die sieben Musiker von Tornapart ganz gut. Nach einem Intro folgt mit „Metafiction“ der erste richtige Song, der neben den Gegenpolen von harten Gitarren zu den Synthesizerklängen auch Gegenpole in den unterschiedlichen Gesangsausrichtungen bietet. Die etatmäßigen Sänger sind eher von der heftigen extremen Sorte, während der „normale“ Gesang wohl von Bassist Marcello Padaro kommt, der neben dem Bass auch für „Clean Vox“ verantwortlich ist. Diese Mischung erfährt ihre Fortsetzung in „Medusa“, wobei die Band hier noch einen drauflegt, denn neben dem eigentlich englischsprachigen Song läuft im Hintergrund deutscher Gesang, der ein wenig an die deutsche Hip Hop Szene erinnert. Klingt ungewöhnlich, aber interessant. Harmonisiert auf jeden Fall eher miteinander, als dass sich die unterschiedlichen Parts stören würden. Das folgende „X-35“ ist dann instrumental und bietet elektronische Industrial-Klänge, die auf jeden Fall für die Tanzfläche einer entsprechenden düsteren Szene-Disco geeignet sind. „Forever Damaged“ ist dann wieder relativ hart, quasi eigentlich brutaler Metal, dem aber auch wieder Klänge aus der Düsterwelt und sogar eine poppige Synthie-Melodie unterlegt werden. Auch das funktioniert erstaunlicher Weise gut. „Echoes“ folgt auch wieder dem Grundmix beider Genres, nur ist hier eine Melodie mit Hitpotential an Bord und der cleane Gesang erhält weibliche Unterstützung. Ist auch wieder tanzflächengeeignet. Der eigentliche Abschluss der EP namens „Memento Mori“ ist dann wieder instrumental, diesmal ein ruhiger Ausklang mit pianomäßigen Klängen. Doch statt dem Ende folgt der nicht angegebene achte Song, quasi ein hidden track. Dabei handelt es sich um den aus „Medusa“ separierten deutschen Gesang mit Hip Hop Klängen untermalt. Das klingt derart gut, dass die Band es damit auch versuchen könnte, wenn es mit dem Mix aus Metal und Industrial nicht funktionieren sollte. Mehr Infos findet ihr unter www.tornapart.de oder unter www.myspace.com/tornapart1. (Ralph)

Tourniquet: "Where moth and rust destroy" (2003 Metal Blade, 9tr, 61min)

Warum ich hier eine regulär im Handel erhältliche CD bespreche? Die auch schon 5 Jahre auf dem Buckel hat? Deren Cover wohl jeden Freund von Qualitätsstahl abschreckt? Weil der Inhalt ein Hammer ist, weil mir der Titeltrack seit einer Woche nicht aus dem Kopf geht und weil die CD oft für einen Appel und ein Ei verramscht wird. Tourniquet zelebrieren progressiven Powerthrash, das klingt erst nach mal nach wenig nachvollziehbaren Frickelfratzkompositionen, aber sie verstehen es, diese Musik auch noch eingängig und melodisch zu gestalten. Ein Vergleich mit anderen Bands fällt schwer, Tourniquet sind ziemlich einzigartig. Ein überragender Sänger und tolle Texte krönen dieses Highlight christlichen Metals, vergeßt die Bibelwerfer der 80er Jahre. Sie haben alles in allem 6 Alben aufgenommen und alle sind hörens- und sammelnswert. Warum man so ein Sch***cover auf so eine geniale CD nageln muß, ist mir ein Rätsel, der Qualitätsunterschied ist ähnlich frappant wie dereinst bei Martyr. Ach ja, Marty Friedman spielt hier Gitarre, Hammerteil (Dirk)

Tragik : “Outlaw” (Two Side Moon Promotions/www.myspace.com/tragicrox; 12/53:36)

This is the second album of Tragik, a trio consisting of Phil Vincent on guitars, keyboards and vocals (see also my reviews of Phil Vincent´s albums “White Noise” and “Passion & Pain” here on this site), Damian D´Ercole on guitars and bass and Dirk Phillips on drums. According to their musical direction Tragik on the one hand rely on the 80´s rock music and one the other hand add a modern touch to it. As their major influences they name Boston , The Beatles, Styx , Dokken and Journey. What makes this trio interesting is also the fact that each one of the musicians has a different background. While Damian D´Ercole is normally rooted in heavier stuff like Killswitch Engage or Disturbed, Dirk Phillips is more into progressive rock music and Phil Vincent plays hard rock and AOR. So you could say that Tragik is generally closer to the stuff Phil Vincent regularly plays, but each one of the other two musicians brings a bit of his background into the style mix behind Tragik. The album starts very soft and melodic with “…In The Name Of…”, that is merely balladesque AOR. But after that relaxed one “Two Timer” really rocks the hell out of you. Next comes “On The Other Side”, a modern rocker with a grungy touch to the guitar. “You Are Everything To Me” has a pop keyboard sound at the beginning and after 2 minutes the guitars are joining, bringing the song to another level. “What You Give” also starts with a keyboard melody that is a bit Beatlesque, but here the guitars shortly break in, then the guitars are galloping a bit before a Queen-like interlude follows, also the guitar sometimes has a bit of that Brian May sound, then the song is galloping again towards the end. Then “Everything Changes” breaks in with a very heavy guitar riff you normally would expect from a nu metal band. But still the song in general stays melodic, especially the vocal part. “Forgive Me” starts like electronic pop music, then evolves into melodic rock, paying tribute to the likes of Boston and Styx . Then it switches back to electronic pop before again the rock world is back. At the beginning of “Just Can´t Get Enough” you expect a darker tune, maybe Gothic stuff, then with the vocals and the guitars we are back into heavy rock in the typical American way. “Loneliness” is a mid tempo rock song that also adds modern elements to melodic hard rock. “Who´s Gonna Make The First Move” at the beginning reminds of those successful days of Foreigner, when they were big in the 80´s. What follows is relaxed, pure melodic rock / AOR. The rock radios of the 80´s would have loved that tune. “Go Down Fightin´” starts with a (fake?) live club atmosphere. At the beginning it sounds a bit like a Kiss song, maybe one in the Gene Simmons manner. Then the honky tonk piano adds a different touch to it. The last track “Give It Up” again is a typical American hard rock song. I´d say “Outlaw” is another well done and delivered hard rock album by Phil Vincent and his bandmates. There´s only one thing I still have to criticise like I did with Phil´s albums: there isn´t a real booklet but only an inlay card with few informations and – of course - no lyrics. But that shouldn´t hold you back from checking out www.myspace.com/tragicrox or www.philvincent.com. (Ralph)

Tribal: "Higher" (privat, 2006, 3tr, cardboard CD)

Softer als das Langeisen sind hier zwei AOR-Songs am Start, die gut ins Gehör, aber leider auch schnell wieder rausgehen. Kamm man haben. Warum auf einer 3track Demo CD der dritte track ein radio edit des ersten sein muß, entzieht sich allerdings meiner Kenntnis. (Dirk)

Tribal: "Cardboard heroes" (CH, privat 2005, 13tr, 55'27min)

Eine schöne Eigenpressung erreichte mich vor einigen Tagen aus der Schweiz. Rock mit intelligenten Texten klingt erst mal nach Oberstufe, aber wir haben es hier mit gestandenen Musikern zu tun. Womit kann man die Musik vergleichen? Vielleicht U2 zu Joshua Tree Zeiten, falls der Sänger von den Toy Dolls bei denen eingestiegen wäre. Klingt skurril, funktioniert aber erstaunlich gut. Balladen bis Midtempo dominieren dieses Album, bei 13 tracks ist naturgemäß mal ein kleiner Hänger dabei, aber man merkt allen Songs die Vorteile der Eigenpressung an. Die Band hat Zeit, die Songs reifen zu lassen, bevor sie ins Preßwerk gehen und geboten werden eine sehr gute Gitarrenarbeit, ein herausragendes Artwork und eine erstaunliche Eigenständigkeit, wendet Euch zwecks Erwerb an die Band, falls Eure musikalischen Interessen nicht schon bei Destruction aufhören (Dirk)

Trick Or Treat : “Tin Soldiers” (Valery Records; 11 tr./47 min.)

Trick Or Treat are an Italian band heavily influenced by German metal heroes Helloween of the era with Kiske and Hansen. Funnily the band´s name is a hint at that. They have a powerful sound and of course come close to the original. After having listened several times to this record – by the way it is the second album – I thought this might have been the record Helloween should have recorded after the first two parts of the “Keeper Of The Seven Keys” saga. Another thing I noticed was that singer Alessandro Conti sometimes reminds me of Dennis DeYoung (ex-Styx) or Michael Sweet (Stryper). Trick Or Treat are honoured to have Michael Kiske guesting on the two tracks “Hello Moon” and “Tears Against Your Smile”, the latter a ballad. Another guest is Michele Luppi (ex-Vision Devine, Los Angeles ) on “Take Your Chance”. The title track, consisting of two parts – the first one being an instrumental introduction – closes the album, with a funny acoustic ending. A well done record, though following in the footsteps of old school Helloween. Whoever is disappointed with what the original band has released after the first two parts of The “Keeper Of The Seven Keys” saga, now has a chance to hear the stuff he could have expected as the next record all those years ago, but now with a little bit more modern sound and production. (Ralph)

Special: die Trouble-Reissues

Trouble : "Psalm 9" (Escapi/Edel; 9/43:28 + Bonus-DVD)

Trouble : "The Skull" (Escapi/Edel; 7/43:10 + Bonus-DVD)

In einem ersten Aufschlag haben Escapi die bislang vergriffenen ersten beiden Alben von der Doom Metal-Ikonen aus Chicago als hochwertige Neuauflagen jeweils mit einer Bonus-DVD veröffentlicht. Das Booklet ist jeweils vorbildlich und enthält neben Songtexten auch informative Liner-Notes und Fotos. Die CDs stecken zudem in einem Pappschuber mit dem Coverartwork. Sind also die beiden Reissues bereits optische Leckerbissen, können sie in akustischer Hinsicht noch mehr beindrucken.

Das von der Band mit Bill Metoyer produzierte Debut "Psalm 9" erblickte 1984 das Licht der Öffentlichkeit und etablierte die Jungs von Trouble im US-Metal. Wohl aufgrund einiger schleppender Parts, auf dem Debut gleich beim Opener "The Tempter", ist bei Trouble immer von Black Sabbath-Einflüssen und Doom Metal die Rede. Das ist nicht ganz verkehrt, aber auch nicht ganz richtig, denn die Jungs können auch ganz schön Gas geben. Auch das hört man bereits im Opener, wo sich beide Teile des Sounds brüderlich abwechseln. Im nachfolgenden "The Assassin" wird noch mehr gerockt, ehe "Victim Of The Insane" wieder die doomige Seite bedient. "Revelation (Life Or Death)" beginnt langsam, spielt dann aber wieder auf beiden Klaviaturen. "Bastards Will Pay" ist dann hauptsächlich schnell mit ein bisschen Doom im Mittelteil. Vergleichen kann man die schnelleren Songs/Parts sicher mit dem typischen US-Metal der 80-er Jahre, die frühen Fates Warning der John Arch-Phase mögen da als (bitte nur grober) Anhaltspunkt dienen. Auch wenn man es vom Titel her kaum ahnt, ist "The Fall Of Lucifer" ein schnelleres Stück. Gerade bei dem Titel sei gesagt, dass Trouble mitnichten eine okkulte Band oder gar Satansjünger, sondern eine christliche Band sind. Das hört man aber der Musik Gott sei Dank nicht an, da Trouble nicht wie z.B. Stryper quasi nebenbei als Prediger unterwegs sind. Wer die Texte allerdings aufmerksam liest, dem wird nicht entgehen, dass diese doch christlich geprägt sind - aber eben nicht aufdringlich. Die doomige Seite wird dann wieder bei dem Instrumental "Endtime" bedient. Es folgt der Titeltrack, der größtenteils im Midtempo gehalten ist, ehe das Album mit einer Coverversion des Cream-Klassikers "Tales Of Brave Ulysses" abgeschlossen wird. Was man von solchen Coverversionen hält, ist sicher immer Geschmackssache und hängt auch viel davon ab, ob man das Original kennt und schätzt. Ich finde aber, das sich Trouble recht wacker geschlagen und eine ordentliche Version des Cream-Songs abgelegt haben, bei der sie auch ihren eigenen Sound haben miteinfließen lassen. Die Bonus-DVD enthält dann die "Public Access cable show 1982" mit einem dreiteiligen Interview mit der Band, bei der nach jedem Interviewteil ein wohl im Studio live gespielter Song folgt. Es handelt sich dabei um "The Assassin", "Psalm 9" und "Victim Of The Insane". Alles in allem ist diese Neuveröffentlichung sicher ein Pflichtkauf und ein klarer Fall für den dauerhaften Einzug in unser Archiv.

Einige Worte noch zum Sound, bevor ich zur Rezension des Nachfolgealbums "The Skull" übergehe: Aushängeschild von Trouble war und ist sicher Sänger Eric Wagner mit seiner hohen und zugleich rauhen Stimme. Aber keine Sorge für Neueinsteiger: an Erics Stimme scheiden sich sicherlich nicht so viele Geister wie z.B. bei Tim Baker von Cirith Ungol oder bei King Diamond. Verglichen mit den beiden Herren ist Mr. Wagner fast normal. Interessant ist im Hinblick auf den (instrumentalen) Sound auch das Statement von Gitarrist Rick Wartell, dass Trouble so heavy sein wollten wie Black Sabbath mit den gedoppelten Gitarrenlinien von Judas Priest (gemeint ist natürlich der Twin Guitar Sound wie z.B. bei Thin Lizzy, Iron Maiden und Judas Priest). Nachhaltig beeinflusst sehen sich die Jungs von Judas Priest´s Album "Sad Wings Of Destiny". Da komme ich dann wieder zurück zum Gesang von Eric Wagner, bei dem man als Einfluss sicher auch Rob Halford ausmachen kann.

Das zweite Album "The Skull" hat erneut Bill Metoyer - diesmal allein und nicht mit der Band zusammen - produziert. Im Original ist "The Skull" 1985 erschienen. Mit diesem Album haben Trouble seinerzeit einen deutlichen Schritt nach vorn gemacht. Zwar hat das Debutalbum sicher allein aufgrund des erstmaligen Erscheinens der band Kultstatus, doch ist nach meiner Auffassung "The Skull" wohl noch mehr das Kultalbum von Trouble. Der Opener "Pray For The Dead" wird quasi reinge-"faded" (sonst kennt man ja eher ein fade out - hier ist es wohl ein fade in) und ist im Midtempo gehalten, hat deutlich doomige Züge und Eric Wagner singt hier stellenweise tiefer und weniger rauh - keine Angst: nur stellenweise. Es folgt das schnelle "Fear No Evil", bevor mit dem dritten Song ein kleines Meisterwerk kommt: "The Wish" mit einer Spieldauer von über 11 Minuten! Der Song beginnt mit gezupften Gitarren und klarem, tiefem Gesang, ehe nach etwa einer Minute doomige Metal-Gitarren und der typisch hohe Gesang einsetzen. Nach 3 Minuten und dem Aushallen eines schweren Riffs setzen dann wieder die Akustikgitarren und der klare Gesang ein, um dann wieder Platz für ein über schleppende Riffs gelegtes Gitarrensolo zu machen. Es folgen Twin Guitars pur, ehe der nächste Solo-Part einsetzt. Dann kommt noch ein rockigerer Part, der sich dann nochmal mit schleppenden Parts abwechselt. Kurz vor Toreschluss gibt es nochmal einen schnellen Solo-Part, bei dem der Bass auch ein wenig mitdudeln darf. Da kann ich nur festhalten: "The Wish" ist ein echter Klassiker - Stahlherz, was willst du mehr? Danach muss man sich erst einmal bei dem eine Spur geradlinigeren "Truth Is / What Is" erholen, das auch ein wenig bluesig ist. Es folgt "Wickedness Of Man", bei dem sich wieder in klassischer Trouble-Manier schleppende und schnelle Parts abwechseln. Den Trouble-Geschwindigkeitspreis gewinnt sicher das Intro von "Gideon", aber auch im weiteren Verlauf rockt der Song für Trouble-Verhältnisse recht straight, aber gut. Gerade diese Abwechslung macht Trouble meines Erachtens viel interessanter für den durchschnittlichen Metal-Fan als die reinen Doom Metal Bands, die einem nur schleppende und tonnenschwere Riffs um die Ohren hauen. Was kann man sich dann noch mehr wünschen, als einen das Album schließenden kultigen Titeltrack? "The Skull" beginnt hypnotisch beschwörend mit einer gezupften Gitarre und einer Gitarre, die verzerrte schwere Riffs und Harmonielinien liefert. Im Refrain liefern dann beide Gitarristen schwere Riffs. Gegen Ende geht es dann ins Galopp-Tempo über mit kultigen Twin Guitar-Harmonielinien. Einfach ein gelungener fetter Abschluss. Die Bonus-DVD liefert ein 16 Stücke (!) umfassendes Konzert namens "Captured Live At Malos" in Aurora, IL aus dem jahre 1984. Unter den Songs sind natürlich die von "Psalm 9" und "The Skull", aber auch z.B. schon "Run To The Light" und drei Coverversionen: neben dem schon auf dem Debut enthaltenen Cream-Cover "Tales Of Brave Ulysses" sind hier noch eine Version von Black Sabbath´s "Children Of The Grave" und "Heart Full Of Soul" von den Yardbirds zu finden. Kritikpunkt ist hier die sehr dürftige Bildqualität des Live-Materials. Das kann man wohl nur als historisches Dokument und als Zugabe sehen. Aber man kann die DVD ja notfalls auch ohne Bild abspielen und sich nur den Ton reinziehen. In jedem Fall ziehe ich die Bonus-DVD des Debutalbums mit der "Public Access cable show" vor. Bezogen auf das egentliche Album ist "The Skull" wohl noch mehr als "Psalm 9" ein absoluter Pflichtkauf und zieht bei uns natürlich dauerhaft ins Archiv ein. (Ralph)

Twins Crew : “Twin Demon” (Two Side Moon Promotions/self-produced; 6/24:34)

Twins Crew are from Sweden and play classic heavy metal in the vein of Iron Maiden, Judas Priest and all those other British heroes of the glory old days of the NWOBHM along with influences by Yngwie Malmsteen, especially the first years with Rising Force. What is unique about this band is the guitar duo of twin brothers David and Dennis Janglöv who started the band in 2005 while they studied at the music high school of their home town Nynäshamn. After graduation the twins went to Hollywood and attended at the famous GIT where they graduated with honors 2007 and were nominated for students of the year. Twins Crew recorded their first self-titled EP in January 2008. One result of the great reviews they received was that they were booked to play at Iron Maidens pre and after party during the concert in July 2008. In January 2009 they started the recording of the second EP “Twin Demon” that I right now am holding in my hands to review it. The opener “777” is only the introduction to the real first song, which is the title track, a powerful metal song who shows the before mentioned influences. One small critical point might be the high-pitched attempts at screaming of singer Andreas Larsson. But I must also say that apart from that he has a good and powerful metal voice. The following “Legions Of The Dead” follows in the footsteps of early days of Yngwie Malmsteen. One word to these comparisons: generally you can say that Twins Crew show their influences, but they are far from copying anyone´s sounds or trademarks. So the next track “Heavy Metal Nation” shows some influences by Iron Maiden, but is also – like the title says – a real metal hymn to chant at live gigs. “Fire Of Anger” is a strong and powerful metal song with real good guitar harmonies. There´s also a kind of mosh part at the end. “The End Of Forever” closes the EP, another classic metal tune that hits you hard. A cool idea is the demonic narration towards the end of the song.  If Twins Crew deliver more of that stuff in the future I am sure that we will hear a lot more of them. Twins Crew are planning to play gigs in Sweden , Denmark , Finland and (!) Germany . So look out for these guys who play real cool classic heavy metal. In the near future Twins Crew plan to release their debut album, which will be a best of the first two EPs with a couple of new songs. For more information check out their homepage www.twinscrewband.com. (Ralph)

UFO : "One Of These Nights - The Collection" (Sanctuary/Rough Trade; 13/57:53 + 15/76:24)

Bei diesem Doppeldecker handelt es sich nicht etwa um eine neue Best Of, sondern um eine Zusammenstellung des "High-Stakes And Dangerous Men"-Albums aus 1992 mit dem zusätzlichen Track "Long Gone" auf der ersten Disc und dem "Live In Texas"-Mitschnitt aus 1979 sowie Auszügen aus dem "Lights Out In Tokyo"-Album aus 1992 auf der zweiten Disc. Von UFO gibt es ja saustarke Alben, aber auch weniger gelungene Releases. "High-Stakes..." gehört eindeutig zu den besseren Veröffentlichungen, auch wenn es nicht an die Schenker-Ära heranreicht. Doch Lawrence Archer (Stampede/Grand Slam/Wild Horses) spielt hier eine mehr als achtbare Gitarre, zu hören beispielsweise am Ende von "Back Door Man", das ebenso wie "One Of These Nights" mit zu den Klassikern der 90-er Phase von UFO gehört. Dazu gesellt sich ein Phil Mogg in bestechender Form. Die Livetracks auf der zweiten Disc sind ein schönes Beiwerk, vor allem die Live-Präsentation des Studio-Line-Ups aus 1992. Dazu gesellen sich informative Liner Notes, die mich nur eines vermissen lassen: die Lyrics der "High-Stakes..."-Songs. Bin mir zwar nicht sicher, ob die LP diese hatte, aber beim Reissue hätten diese nicht geschadet. Pflichtkauf für traditionelle Hardrocker, die das "High-Stakes..."-Album und die "Lights Out In Tokyo"-Scheibe noch nicht ihr eigen nennen. (Ralph)

Ulysses : “The Gift Of Tears” (Symbioses Music/Musea; 7/61:54)

Ulysses are from the Netherlands and play progressive rock music in a spectre that ranges from progressive rock of the 70´s via neo prog to prog metal. Ulysses released their first mini album “Eclectic” in 2001. In 2003 they released “Symbioses” which now is the name of their own label. On this label they now have released their current album “The Gift Of Tears”. It is not a concept album, but it has a concept behind the lyrics: each song tells a real story about real people. When other progressive rock musicians often are diving deep into fiction according to the lyrics, Ulysses simply asked: “Why use fiction when the the world already has so many stories to tell?” – a statement where you hardly can disagree. The opening track “Family Portrait” is a melodic one, already offering a wide spectre, sometimes straight, sometimes more virtuous, with a long guitar solo first and a keyboard solo following. The good voice of Michael Hos is also accompanied by backing vocals that not only has male but also female members in the choir. After the first long track of nearly nine minutes follows another one in “Guardian Angel” with more than nine minutes, this time a bit more relaxed, but also worth listening to. Next comes “Lost”, starting a ballad with only voice and piano, before drums and guitar/bass join and the song evolves, but stays relaxed. My personal favourite follows with “How Much More” that starts in a progressive metal style with a keyboard melody underlined with heavy guitar work. Then the song turns back into mid tempo and the vocals join in. Here Michael Hos is accompanied by a female singer. This fits in very good with the lyrics, because the lyrics seem to be about the difficulties in a relationship between a man and a woman (…how much more can I handle and how long can I hold on…). The song is more than twelve minutes long and offers everything the heart of a fan of progressive rock music desires. “Silence Of The Night” is a rather short and silent one, nearly an interlude, before the title track follows, simply a good prog song. The final track, nearly fifteen minutes long, is “Anat”, a song that lyrically deals with two young parents who unexpectedly lost their one year old daughter Anat to a brain tumor -  a very sad story, but life does not only offer happy stories and lessons for us. Needless to say that this song is sending the listener through different moods over the distance of this longtrack. To sum it up, this album is a very ambitioned work that should be of interest for anyone who likes progressive rock music. More information about Ulysses you can get either via www.ulysses-online.nl or www.symbiosesmusic.nl. (Ralph)

Uninvited Guest : "Malice In Wonderland" (Maddening Media/Alive; 13/50:18)

Aus dem britischen Königreich stammt dieser obskure Vierer, der mit Dean Hathaway sicher einen Sänger mit Wiedererkennngswert und starker Stimme in seinen Reihen hat. Man hat allerdings das Gefühl, dass der Gute Dean nicht unbedingt ein Rocksänger ist, sondern auch gerne mal ein bisschen "sülzt". Dazu kommt, dass die Band sich selbst dem Gothic Rock nahe einsortiert und nach meiner Einschätzung gerade mal drei Songs als Hardrock angesehen werden können. Dafür findet man aber Walzerklänge, die schon fast in Schlagerbereiche vordringen wie bei "Strange Gothic Romance" oder einen Song mit Gesang im Stil von Max Raabe. Dann gibt es fast nur auf die Stimme zugeschnittene Songs mit sparsamer Instrumentierung wie "The Law Of The Playground", wo wohl der Fokus auf die Texte gerichtet sein soll. Speziell diesen Text kann ich nicht ganz nachvollziehen: wird hier davor gewarnt, einen Loser in den Suizid zu treiben oder wird hier ein Suizid als Ausweg propagiert? Letzteres fände ich nicht gelungen und würde es heftig kritisieren. Sicher ist das hier mehr Avantgarde als harter Rock. Das heißt soviel wie: ist wohl weniger für unsere Leser als vielmehr für die Freunde der Dunkelheit geeignet. In jedem Fall gilt: bei Interesse erst einmal reinhören. (Ralph)

Vacant Planet "Imaginary places" (privat, 4tr, 29'40 min)

Prog aus Deutschland hat sich längst von dem Image Pink Floyd Fans mit Betroffenheitslyrik freigemacht. Stattdessen bietet man im Falle von Vacant Planet 4 überlange Songs, die Texte haben Tiefgang ohne eine Message aufzudrängen und musikalisch wandelt man auf den Pfaden Hardrock, Metal, Prog und variiert das Tempo, so daß alle Songs Spannung haben und sogar ein bißchen Eigenidentität der Band spürbar wird. Macht Spaß, Euch zuzuhören, Pflichtkauf (Dirk)

Valkyrie's Cry "Black knight" (privat, CDR, 5tr, 18'34min)

20 US$ incl P&P rufen die Kanadier für ihren selbstgebrannten 5tracker auf. Stolzer Preis, aber ist die Mini-CD das wert? Das Cover verheißt tonnenschweren Underground-Kult, auch wenn die 'Amazone' aussieht wie Conan mit Möpsen. Der Inhalt klingt aber eher nach Hausfrauenreport. 20$ kann man besser investieren. Hier bekommt man 5x hohen Gesang, der gerne mal daneben liegt und einfallslose Songs. Underground und Metal zwar, aber ohne Überraschungen, ohne Variationen. Übt noch mal das Songwriting, baut Conan die Möpse ab und kommt in ein paar Jahren wieder. Und wie sagte schon Tulsa Doom: Was ist Stahl gegen die Hand, die ihn führt? (Dirk)

Vanize: "Raw" (Rockwerk, 11tr, 37'44min)

Die Band vom 'kleinen' Dirkschneider, nämlich Peter. 11x hymnischer Hardrock, der mehr als einmal an eine Light-Version von Accept erinnert. Es ist bereits das 4. Werk der Accept-soundalikes. Da ist es eigentlich schade, wie dicht sie im Windschatten von UDO segeln. So nah dran, kann man sich nicht aus dem übermächtigen Schatten befreien kann, obwohl die Songs an sich alle sehr hörenswert sind. Aber es könnte eben auch ne 'unreleased'-b-side-compilation von Solingen's finest sein, zwiespältige Angelegenheit also (Dirk)

Vertigo : "2" (Frontiers/Soulfood; 10/39:41)

Joseph Williams (Ex-Toto, hat "Fahrenheit" und "The Seventh One" eingesungen) legt ein zweites Album mit für ihn maßgeschneiderten Songs vor, von denen er diesmal sogar einen selbst mitkomponiert hat. Das zweite Vertigo-Album ist von den Songs her stärker, dafür aber leider schwächer produziert als das Debut - eine für Fabrizio Grossi ungewöhnlich dumpfe Produktion. Dafür sind hier nicht nur 3 gute Titel dabei, sondern man kann das ganze Album gut durchlaufen lassen. Songs hervorzuheben fällt mir zwar schwer, doch besonders gut gefällt mir "Holy" - für mich ein kleiner Hit. Für Fans des Melodic Rock wohl ein Pflichtkauf, vor allem wenn zu der guten Stimme noch eine gute Gitarrenarbeit dazukommt, für die nämlich Alex Masi verantwortlich war. (Ralph)

Vihmana : “Templo” (self-distribution; www.myspace.com/vihmana; 6/28:42)

Vihmana is the solo project of the Spanish musician Nacho Hernandez who is responsible for music, lyrics, vocals, guitars, synth, themes and patterns. The info sheet explains: “Vihmana is a flying machine described in the ancient text of the Indian literature. It flies through the atmosphere of the earth, being said that it could travel under the waters and in the space. It was used even in wars.” Not only the explanation of the project’s name is extraordinary and really interesting, but also the music. The tracks combine dark metal with vocals like in Black or Death Metal with ethnic sounds, mainly Arabian and Indian music. There are heavier parts with metal instrumentation and more atmospheric parts, sometimes progressive, sometimes reminding of esoteric music. There are heavy guitars, but there are also flutes, cello and bagpipes. Yet there are bands in the Black / Death Metal genre that add folk style music to their metal. But this goes beyond, because the parts of the dark metal and ethnic music are nearly equal. There’s only one project I remember that offered a comparable, but different mixture of dark metal with traditional instruments and that is Nada (whoever remembers that band). Generally the darker side of metal – Black or Death Metal – is not my kind of metal to listen to. But I have to admit, that Vihmana offers an interesting combination that should draw the attention of every metal fan who likes the darker genres, especially with atmospheric parts. So all you fans of the dark side of metal, have a look under www.myspace.com/vihmana. Ah, one thing I forgot to mention: the lyrics are Spanish, what in this genre really shouldn’t stop anyone interested. (Ralph)

Phil Vincent : "White Noise" (Two Side Moon Promotion; 13/61:45)

This is the 10th solo CD of American singer/songwriter Phil Vincent. From the opening track "How Long" until the final track "Give Me A Reason" Phil offers pure melodic hard rock, self-penned, self-produced with all instruments (guitars, keyboards, bass and drums) and all vocals done by Phil himself (!) in awesome good quality. Only on seven tracks he had the help of lead guitarists Steven Albanese, David Zychek, William Roux and Paul Colombo, who has also co-written the final track. There´s no filler on this album, but there are several hits like "This Time" or "Show Me How". An outstanding track is also "Voice Of Reason", which is over six minutes long with the vocals starting only after two and a half minutes. This one has everything, even the typical 80´s keyboards. Every fan of melodic hard rock should enoy this album and take the chance to discover Phil Vincent´s work, because there are 9 more CDs to discover. More information about Phil´s work so far you can get via www.philvincent.com or www.myspace.com/philvincentrox. (Ralph)

Phil Vincent : “Passion & Pain“ (Two Side Moon Promotions; 12/51:24)

This is Phil Vincent´s 11th solo album. I must say that I only know Phil´s work since his last album “White Noise”. That means – as I have already written in my review of “White Noise” – there´s a lot of music to discover for any fan of melodic hard rock. This time the songwriting and the production are even better. Phil is an american multi-instrumentalist and songwriter, who sings and plays all the required instruments needed to record a melodic hard rock album (Lead/Rhythm/Acoustic Guitars, Piano, Organ, Synthesizers, Bass & Drums). Also some guitarists are guesting on lead guitar like Steven Albanese and William Roux, who also contributed to the last album. As with the last album it is also here: there´s no filler, only good songs. One of my favourite tracks is the six and a half minutes long “Rumors (Parts 1 & 2)”. In better days “Top Of The World” might have become a minor hit in rock radio playlists. A further one of my favourites is “Who Do You Think You Are?”, a slower one, but not a ballad, with a very melodic beginning without guitars, only Phil´s vocals over a keyboard melody line, nearly AOR, but then the song grows. So if you are a fan of good melodic hard rock, you should check out more about Phil´s work and how to get his albums via www.philvincent.com or www.myspace.com/philvincentrox. There is only one thing to improve according to Phil´s albums: there is only an inlay card where there should be a booklet. (Ralph)

Virgin Steele : "Noble Savage" (Dockyard1/Soulfood; 18/78:33; Re-Release)

Virgin Steele : "Age Of Consent" (Dockyard1/Soulfood; 18/79:11; Re-Release)

Angekommen bei einer neuen Company legt David DeFeis die Klassiker "Noble Savage" und "Age Of Consent" nochmals neu auf. Beide haben jeweils neue Liner Notes, die bei ersterem kurz und bei letzterem ausführlicher ausgefallen sind. Auch gesellen sich pro Album zwei neue Bonustracks dazu. Im Falle von "Noble Savage" ist dies der Roman Sword Re-mix von "Fight Tooth And Nail" und ein Early take & mix des Titeltracks. Bei "Age Of Consent" ist mit "Screaming For Vengeance" ein weiteres Judas Priest-Cover am Start ("Desert Plains" ist ja ohnehin schon auf dem Album) und ein Song namens "The Curse". Ach ja: bei "Noble Savage" wurde das Original-Cover durch ein Bandfoto ersetzt, warum auch immer (waren bestimmt rechtliche Gründe...).

Zur Musik muss man glaube ich nicht mehr viel sagen, denn die hat ja schon Kultstatus. Mit "Noble Savage" haben Virgin Steele ja quasi den Weg in die heutige Richtung eingeschlagen. Wenn man das Ende des Titeltracks hört, klingen spätere Werke wie "The Marriage Of Heaven And Hell" schon an. Doch zu dem Album selbst: hier sind die Klassiker wie "We Rule The Night", "Noble Savage", Fight Tooth And Nail" oder "Don´t Close Your Eyes" versammelt, um nur einige zu nennen. Die Platte läuft wie aus einem Guss durch.

Das kann man von "The Age Of Consent" nicht ganz behaupten, was aber komischerweise überhaupt nich an den eigenen Klassesongs wie "The Burning Of Rome", "Lion In Winter", "Perfect Mansions" oder "On The Wings Of The Night" liegt, sondern an den Coverversionen. Als erstes stört mich das zwar schon ziemlich am Ende als Nr. 12 angesiedelte Heep-Cover "Stay On Top" von deren "Head First"-Album. Der Song ist gegenüber den komplexen VS-Werken viel zu geradlinig. Dann sind da noch die eingangs schon erwähnten Judas Priest-Cover, von denen mir "Desert Plains" noch eher zusagt. "Screaming For Vengeance" ist zwar ganz nett, passt aber nicht unbedingt in eine VS-Platte rein. Ist ja Gott sei Dank am Ende der Scheibe. "The Curse" als letzter Song ist dann wieder etwas eigenes aus den Archiven, laut David DeFeis bei einem Jam im Studio mit Gitarrist Edward Pursino entstanden, während man gerade einen sehr guten Merlot genossen hat (für alle Kulturbanausen und Biertrinker: das ist eine Weintraubensorte, die zu einem guten Rotwein führt). Gegenüber "Noble Savage" ist "Age Of Consent" natürlich eine Weiterentwicklung, die auch deutlich besser produziert ist. Das mit den Coverversionen ist nur eine vergleichsweise kleine Kritik an einem sonst natürlich Super-Album. Irgendetwas findet man ja immer zum Meckern, oder?

Beide Alben gehören, sofern ihr sie sträflicherweise noch nicht besitzen solltet, in dieser nun definitiven, die Maximalzeit der CD ausnutzenden Version natürlich nicht nur in unser Archiv, sondern als absoluter Pflichtkauf auch in euer heimisches CD-Archiv. (Ralph)

V-Project : "New Machine" (DMV Music/Two Side Moon Promotions; 9/45:55)

Mastermind behind this project is the multi-talented David Vacarro, who plays all instruments with the exception of drums. Therefore he uses a drum machine which is the one thing to improve next time. Everything else is done quite qood. What comes into mind first is that the sound reminds of the rock bands of the 1970´s era from Aerosmith to Led Zeppelin or sometimes the early Kiss too, especially the sleazier Gene Simmons songs. David also handles lead vocals on five songs, while Robin McAuley (ex-MSG, now with Survivor) is responsible for lead vocals on four songs. Also there is one instrumental called "Desert Run". The McAuley fronted "Exit Sign" opens the album and reminds me of Ted Nugent´s 70´s work, especially the guitar work. McAuley also sings on "Somebody Like You", getting more into softer melodic rock. David Vacarro first appears on lead vocals on the cover version of the Steve Miller Band´s "The Stake", fitting perfectly into the general sound of the album. The following "Disclaimer" is a bit more laid back, bluesy and funky. "Time To Move On" is slow but pure melodic AOR. After the instrumental "Desert Run" comes another track sung by Robin McAuley with "You Don´t Care". With its slight arabian melody lines this one reminds me of Led Zeppelin. Also I must admit that the liner notes are true saying that for McAuley fans it´s a safe bet to say You´ve never heard Robin quite like he´s sounding on the four tracks including his vocals. With "Tangled In Your Web" there´s another bluesy and funky song, also a bit influenced by Led Zeppelin, featuring Robin´s vocals. "On Yer Way " is another slow melodic one (but not a ballad - there´s none on the album). With "Back To My Baby" yet another laid back melodic AOR tune closes the album. One thing more I must mention is the booklet, which comes alongside the CD in a small book size, featuring all the lyrics and some more informations. Funnily it is built up like the operation manual of the "New Machine", a kind of motor bike construction shown on the cover. The painting was done in 1936 by Norman Saunders. Everyone who likes melodic rock, especially the 1970´s bands, should check this CD. More informations about V-Project and this CD you can get via www.dmvmusic.com or www.myspace.com/vprojectband. (Ralph)

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